Podcast Playlist

Podcast -Mikrofon

Nach mehr als 5 Jahren nehme ich mir die Zeit und stelle die aktuelle Podcast-Playlist 2021 vor. Viel hat sich nicht geändert. Dennoch möchte ich euch einige Neuempfehlungen nicht vorenthalten.

Allgemeine Podcasts und Podcasts mit Arbeitsbezug

Im Gegensatz zur alten Playlist möchte ich diesmal zwischen allgemeinen Podcasts und Podcasts, die für mich einen Bezug zu meiner Arbeit haben unterscheiden. Das heisst nicht, dass ich letztere Podcasts nur wegen meiner Arbeit höre, sondern diese helfen mir mit Impulsen und neuen Ideen auf dem Stand der Dinge zu bleiben.

Allgemeine Podcasts

Ach, Triumvirat für historisch inspirierte Humorvermittlung

Ihr wolltet schon immer die Geschichte der ersten menschlichen Kanonenkugel erfahren? Oder was Ludwig Leichhardt in Australien getrieben hat? Dann seid ihr hier Goldrichtig. Ich finde das Format absolut gelungen, es wird selten langweilig und auch der Humor kommt nicht zu kurz!

Alternativlos!

Frank Rieger und Felix von Leitner (aka fefe) sprechen über das, was die Boulevard-Presse in der Regel verschweigt, oder schlichtweg nicht weiß. Hierbei handelt es sich meist um Politik, Technik oder Verschwörungsmythen. Einziger Kritikpunkt: Es dürften hier gerne öfters neue Folgen erscheinen!!!111

B5 für Bergsteiger

Nach wie vor eine gute Quelle für Tourentipps und Hintergründe zu den Bergen unserer Welt.

Bits und so

Dieser Podcast ist einer der ältesten auf meinem Telefon.

Nette Stimmen und manchmal auch Inhalt machen diesen Podcast hörenswert. Ebenfalls möchte ich nicht die Rechnung aufmachen, was mich der Podcast schon durch die Animation zum Kauf von Apps und Gadgets gekostet hat. Aber ich bereue nichts! :)

Chaosradio

Das Chaosradio hat kürzlich sein 25-Jähriges gefeiert. Veraltet ist es dennoch nicht. Von der legendären Folge 23 bis heute sind die Themen vielfältig und stets gut aufgearbeitet. Das Chaosradio ist nicht mehr Teil des Radio Fritz und wird somit komplett vom CCC-Umfeld organisiert. Das tut der Sache allerdings keinerlei Abbruch!

Cortex

CPD Grey und Mike Hurley reden hier im Grunde genommen über ihr tägliches Arbeitsleben und flankieren dabei das ein oder andere tiefgründige Thema. Vieles in diesem Podcast überspringe ich dank der Kapitelmarken, aber gerade die Deep Dives sind hochinteressant und es kommt nicht selten vor, dass ich das den ein oder anderen Tipp selbst ausprobiere oder gleich übernehme.

Methodisch Inkorrekt

Die Rockstars der Wissenschaft in Aktion!

Was soll ich groß schreiben? Nikolas und Reinhard begleiten mich seit vielen Jahren und es wird nicht langweilig. Zwei Physiker die sich alle zwei Wochen gegenseitig über verschiedene Themen aus der Wissenschaft aufschlauen. Garniert mit einem Experiment der Woche und neuerdings auch mit dem Schwurbel der Woche – eine Kategorie die ich persönlich sehr erheiternd, gleichzeitig aber sehr erschreckend finde (Es muss ja schliesslich auch jemanden geben der das Zeug kauft…)

Tl;DR
Wissenschaftliche Themen allgemein verständlich heruntergebrochen. Dazu ein gewisser Ruhrpottcharme und viel drum herum. Es ist immer eine Freude!

omega tau

Ebenfalls ein alter Bekannter. Markus und Nora schaffen es mithilfe von Interviewpartnern ein extrem breites Spektrum an Wissen zu vermitteln. Das reicht von Greifvögeln bis hin zu Lastkranen. Ich kann mich an kaum eine Folge erinnern, die ich ausgelassen hätte…

CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft

1 Folge in 2020 (Stand 23.12.2020) in Worten: Eins. Herr Pritlove, das ist zu wenig! Zu sehr geniesse ich die epischen Erklärungen deiner Interviewgäste in einer extrem angenehmen Atmosphäre. Immer vielfältig, nie langweilig. Da darf gerne wieder mehr passieren.

Das Coronavirus-Update

Der Virus geht uns nun schon fast ein Jahr lang auf den Keks. Gerade am Anfang der Pandemie waren gut zusammengefasste und recherchierte Infos rund um Covid-19 sehr schwer zu bekommen. Und dann kam dieser Podcast.

Der NDR beweist mit diesem Format, dass der klassische Rundfunk auch richtig gute Podcasts kann. Es ist nicht die einzige Quelle für News, aber eine sehr Wertvolle!

Forschergeist

Eine weitere Produktion aus dem Hause Tim Pritlove. Forschergeist ist eine Gesprächsreihe über Bildung und Forschung im hier und jetzt und mit Ausblick was die Zukunft bringen mag. Hier ist sehr interessant zu hören, woran gerade geforscht wird und wo die Wissenschaft im Allgemeinen steht.

Freak Show

Hier bediene ich mich einer Selbstbeschreibung: “Ein wenig Jahrmarkt, ein wenig Wahnsinn, ein buntes Potpourri aus allem und doch halbwegs professionell verpackt”. Im Kern geht es um alles, was mit dem digitalen Rechenknecht in Verbindung steht*.
Das Ganze wird sehr ansprechend und technisch versiert dargeboten

* Mittlerweile auch: Professionelle Küchen- und Haushaltsgeräte ;-)

Lage der Nation

Politik kommt auch bei mir nicht zu kurz, meiner Meinung nach am besten bringen es Philip Banse und Ulf Buermeyer in der wöchentlich erscheinenden Lage auf den Punkt. Unaufgeregt diskutieren die beiden die aktuell politische Lage. Im Land und zum Teil auch darüber hinaus. Hierbei besonders: Auch die beiden Hosts sind sich nicht immer einig in ihrer Meinung und so ergibt sich meiner Meinung nach ein sehr rundes Bild.

Logbuch:Netzpolitik

Abermals Tim, aber diesmal mit Unterstützung von Linus Neumann. Fast wöchentlich fassen die beiden das Netzpolitische geschehen zusammen und versuchen unaufgeregt (sic!) Hintergründe und Eindrücke zu liefern.

Mac Power Users

Als freund des angebissenen Apfels darf MPU nicht fehlen. Hier gibt es immer wieder nützliche Tipps und Tricks wie man mehr aus seinem Gerät rausholt. Zugegeben in letzter Zeit waren die folgen recht oberflächlich, aber ihn ganz aus der Liste schmeißen bringe ich noch nicht über das Herz.

Request for Comments

Viele der von der IETF erarbeitenden RFCs sind heute gewissermaßen Internetstandards (Bsp.: TCP, HTTP/2, IPv6). In diesem Format lässt sich Anna-Lena jeweils einen RFC ausführlich von einem Interviewpartner erläutern. Hier habe ich nur zu bemängeln, dass schon so lange keine neue Folge mehr erschienen ist!

Resonator

Abermals ein Wissenschaftspodcast. Moderator Holger Klein redet für die Helmholtz-Gemeinschaft mit Forscherinnen und Forschern über deren Forschungsfelder und sie selbst. Nicht jede Folge höre ich mir hier an, aber es sind immer mal wieder coole Sachen dabei.

The Tim Ferris Show

Tim hat immer wieder extrem interessante Gäste und schafft es, auf eine sehr angenehme Art und Weise sie zum Reden zu bewegen. Das Spektrum reicht von Autoren bis zu Olympioniken. An dieser Stelle auch gleich eine Empfehlung für seine Bücher. Man muss nicht mit jeder seiner Meinungen räsonieren, aber es sollte für jeden was dabei sein.

Ulligunde p(lauscht)

Ulligunde ist seit vielen Jahren bekannt für ihren gute geführten Blog. Seit einiger Zeit sind nun auch Podcast dazu gekommen und die haben es in sich. Hier p(lauscht) sie mit Größen aus der Bergsteigerszene und fühlt ihnen auf den Zahn. Sehr unaufgeregt, sehr authentisch.

Was denkst Du denn?

„Meinung ist eine sehr niedere Form der Erkenntnis“(Zitat von Rita) alleine dafür lohnt sich ein Podcast Abo. Darüber hinaus gibt es hier reichlich Futter zum Nachdenken, teils harte Kost, teils leicht verdaulich.

WRINT: Wer redet ist nicht tot

Unter WRINT sammelt Holger Klein seine eigens produzierten Podcasts. Davon höre ich verdammt viele, eigentlich alle, na ja okay die Fotografie und Flaschen lasse ich aus. Aber ansonsten? Das sagt doch alles.

Podcasts mit Arbeitshintergrund

A Bit of Optimism

Ja, ich bin Simon Sinek Fanboy und ja, mir geht er manchmal mit seiner Art ein wenig auf die Nerven. Dennoch schafft er es immer wieder auf neue aus seinen Interviewpartnern herauszuholen was diese Menschen antreibt und dabei so erfolgreich macht.

Business Punk – How to Hack

Tijen Onaran interviewt hier Menschen über Learnings für den Job oder die Karriere. Nicht jeder Podcast wird auch angehört, aber die Frequenz steigt stetig an, was für die Qualität spricht.

Scrum Master Toolbox

Ein täglich erscheinender Podcast von Vasco Duarte. Jede Woche interviewt er einen erfahrenen Scrum Master zu den typischen Herausforderungen in seinem Job. Extrem kurzweilig (Folgenlänge zischen 8-15min) mit extrem viel Inhalt. Einziges Manko: Ab und an haben die Interviewgäste ein extrem schlechtes Audiosetup. Das sind dann die wenigen Folgen, die ich auslasse.

Coaches Rising

Joel Monk hat immer wechselnde Interviewpartner rund um die Themen Coaching, Mentoring, persönliche Entwicklung und Leadership am Start. Wenn auch nicht jedes Thema bei mir räsoniert, so sind die, die es tun immer sehr wertvoll an Inhalten.

Der intinsify Podcast

»Wir sorgen für mehr echte Arbeit und weniger sinnlose Beschäftigung.« So, der Slogan von Mark und Lars. Den untermauern sie in diesem Podcast auf eine sehr eindrucksvolle Art und Weise. Mir gefallen die neuen Ideen und Impulse und auch das aktuelle Hype-Themen auch kritisch beleuchtet werden.

Die Produktwerker

Dieser Podcast ist noch nicht alt, hat es aber in sich! Regelmäßig wird sich in wechselnder Besetzung, gerne auch mit Gästen rund um das Thema agile Produktentwicklung unterhalten. Schwerpunkt liegt auf der Rolle des Product Owners. Aber auch als Scrum Master oder Agile Coach bekommt man hier die eine oder andere Good-Practise mit dem Weg die den eigenen Methodenkoffer bereichern können.

Die work-X Show

Ein weitere Podcast aus dem Hause intrinsify. Hier hat Mark das Ziel sich Dinge, die er gerne Verstehen möchte, sich von seinen Interviewpartnern erklären zu lassen. Mit Erfolg auch für den zuhörenden!

einfach Produktiv

Ivan ist ein Urgestein im Kontext der Produktivitätssteigerung. Die Themen sind nicht bahnbrechend neu, mir gefällt aber seine Art Themen herunterzubrechen. Ausserdem ist Redundanz gut für den Kopf – so heissen eine Wiederholung schärft die grauen Zellen :)

Firmenfunk Podcast

Leonid hat in diesem Podcast Format immer wieder spannende Themen mit spannenden Menschen am Start. Besonders gefällt mir der konkrete Bezug auf die Praxis. Es sind oft Themen die als Good Practises aus Unternehmen kommen und als Impulse zum selbst Ausprobieren gedacht sind.

The Law Of Raspberry Jam

Rund ums Thema Coaching und Agilität dreht es sich hier. Die Folgen dürften für meine gerne etwas länger und damit ausführlicher sein, aber wer im Thema ist, kann dennoch gut folgen.

Leben-Führen

Olaf gibt hier regelmäßig Themen zum Besten die man als Führungskraft im Werkzeugkasten haben sollte. Ich teile seine Meinungen nicht immer zu 100 %, aber es regt mich dazu an meine eigene Meinung zu reflektieren und ggf. zu überdenken.

Mein Scrum ist Kaputt

Thematisch dreht es sich hier nicht nur um Scrum, es werden eigentlich alle Themen rund um die Agilität adressiert. Besonders gut finde ich das die max. 3 Moderatoren immer auch ihre eigenen Erfahrungen mit in die Waagschale werfen und so verschiedene Blickwinkel beleuchtet werden.

ROMAN’S PRODUCT MANAGEMENT PODCAST

Bei Roman habe ich damals ein Seminar genossen und ihn und seine 150 % Fokussierung auf die Produktentwicklung besser kennengelernt. Diese bringt er auch immer wieder in kurzen Episoden auf den Punkt.

Zwiebelschalen bis zum Kern

Nochmals intrinsify, nochmals Lars und Mark, diesmal werden die beiden allerdings von Fabian Haase zu verschiedenen Anlässen, oder Situationen „interviewt“. Ich mag das Format da es thematisch sehr breit gestreut ist und man hier und da neue Denkanstöße mitnehmen kann.

Die Liste ist nochmals länger geworden als die letzte, dennoch komme ich recht gut durch mit dem Hören. Dafür habe ich aber auch in nahezu jeder erdenklichen Minute die Knöpfe im Ohr :)

Habt ihr Ergänzungen, die ich mir anhören sollte? Immer her damit!

Dygma Raise – Endlich die perfekte Tastatur

Mein ganzes Computerleben lang bin ich schon Fan von mechanischen Tastaturen, Ich mag einen spürbaren Widerstand beim Tippen und ich schätze die Präzision einer guten Tastatur.
Zudem bin ich der Meinung, wenn man >8h pro Tag vor einem Rechen sitzt, sollte die Präferiere (Monitor, Maus und eben die Tastatur) schon optimal auf das Nutzungsverhalten angepasst sein.
Angefangen hat alles bei mit einem IBM Model M, dann ging die Reise weiter über diverse Hersteller. DasKeyboard, Filco, Keychron, Ducky uvm. — alles sehr gute Tastaturen, aber mir hat immer etwas gefehlt. Dann kam die Dygma.

Introducing Dygma Raise

Ich bin ein Freund der Ergonomie. Nicht nur, dass ich gerne auch mal ein paar Stunden am Schreibtisch stehe, nein ich bin auch der Meinung eine klassische Tastatur und Ihr Layout trage nicht unbedingt zu einer gesunden Körperhaltung ein. An dieser Stelle: +1 und Like von meiner Frau, die als Physio ein Lied von steifer Schulter/Nackenpartie bei den „ITlern“ singen kann…

Also habe ich mich auf die Suche nach einem Splitkeyboard gemacht. Damals war der Markt dafür noch verschwindend gering. Es gab die Ergodox und eine exotische Variante von Microsoft. Beides gute Tastaturen, aber nicht für mich.

Durch Zufall bin ich auf das Kickstarterprojekt von Dygma gestoßen und war sofort All-In.
Ein Splitkeyboard mit 60 % primär für den Gamingmarkt, okay. Komplett anpassbar in puncto Layout und Switchen, OKAY?! Eine geteilte Spacebar plus vier weiter Keys, You got me! Eine SW die verschiedene Layer auf die Tastatur legt, Shut up and take my money!

Mein Setup
Meins!

Nicht nur für Gamer interessant

Jaja, LEDs hat sie auch. Das war für mich kein primäres Kaufargument, scheint aber (Achtung Klischee: Bei den Gamer en Vogue zu sein).

Mich hat das schmale Layout (60 %) und die Möglichkeit sowohl ISO als auch ANSI (US/UK) Layout zu verwenden. Bei mir ist es letztendlich eine schwarze Raise mit Kalih Speed Cooper Switchen im US-ANSI Layout geworden. Warum?

  1. Ich will hören, ob und wenn ich eine Taste gedrückt habe
  2. Die Kalih sind im Vergleich zu den Cherrys kompatibler zu meinen Fingern
  3. ANSI > ISO — die paar Umlaute bekommt man auch mit einer SW Lösung hergezaubert, ansonsten hat ANSI mMm nach nur Vorteile gegenüber ISO.

Das bei der Raise die Palmpads fest installiert sind, hat mich auf dem Papier auch erst mal verwundert. In Natura möchte ich die Dinger nicht mehr hergeben. Das ist wirklich angenehm!

Bazecor unter macOS

Die Software für die Konfiguration der Layer hört auf den Namen Bazecor. Die ist zwar funktional, aber kaputt, zumindest unter macOS (Wie es unter Windows aussieht kann ich nicht nachvollziehen.)

Kurzum mit Bazecor sollten eigentlich alle Funktionen der Raise konfigurierbar sein. Das fängt bei der Farbe der LEDs an und hört beim Remappen von Keys auf.

Irgendwie funktioniert das auch mit der aktuellen Version 0.2.5, aber schön ist anders.

Wenn man das JSON File mal geparsed hat, ist man meiner Meinung nach schneller direkt dort die Layer zu editieren, als per UI.

Hier verspricht der Hersteller aber Abhilfe in form eines Major SW Releases. Ich bin also gespannt.

Bazcor Screen
Quelle: dygma.com

Ansonsten perfekt

Verarbeitung, Lieferung und all die kleinen Details die man sich vorstellt, oder eben nicht vorstellt sind an der Raise da. Mit viel Fantasie findet man auch unter macOS in Bazecor das, was man braucht. Die HW hingeben macht einen extrem soliden Eindruckt.

So wird die Dygma geliefert
Quelle: Dygma.com

Die 7 weiteren Tasten der Spacebar sind auch schneller Weg als man denkt. Hier hat Dygma selbst ein paar Optionen gelistet, was man mit ihnen anfangen kann.

Alles in allem kann ich die Raise nur empfehlen. Für mich ist Sie nahe dran an der perfekten Tastatur. Zum Preis von rund 265,- USD ist so etwas aber auch okay, oder?

Wie schaut es bei euch aus, auf was hackt ihr den lieben langen Tag so rum?

Beste Bohne

Kaffeetasse mit viel Herz in der Crema

Als ausgesprochener Freund der schwarzen (oder braunen) Kaffeebohnen bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Kaffeeröstereien, bei denen ich mich durch das Sortiment probieren kann.
Angeregt durch einen Twitter-Reply, möchte ich diesen Artikel hier nutzen, um meine aktuelle Auswahl bekannt zu machen und hoffentlich dadurch zu erweitern.

Wie bereite ich aktuell meinen Kaffee zu?


Bevor wir zu den Bohnen kommen noch ein paar Worte zum Thema Kaffeezubereitung.
Einen Hardcore Kaffeenerd würde ich mich nicht nennen, dennoch experimentiere ich gerne. Aktuell bereite ich den Kaffee mithilfe einer AeroPress zu. Diese Filtert nicht mit Papier, sondern über einen Fellow Prismo.
Gemahlen wird der Kaffee in einer Niche Zero. Diese Erlaubt einen extremen Spielraum beim Mahlgrad und eine sehr gleichmäßige Körnung. Warmes Wasser – in der Regel zwischen 90 und 96 Grad – erzeugt eine Brewista Artisan.

Die Röstereien


Hier die Liste der Röstereien die sich selbst schon Ausprobiert habe. Wenn möglich auch gleich mit den entsprechenden Sorten dort. Ich selbst bevorzuge einen kräftigen, eher schokoladig-nussigen Kaffee. Fruchtig Sauer ist so gar nicht meines. Die Liste ist nicht geordnet und ich habe auch keinen absoluten Geheimtipp.

Kaffee Dinzler

Immer, wenn es in Richtung Süden geht und wir am Irschenberg vorbeikommen heißt unser Zwischenziel: Kaffee Dinzler. Es gibt hier nicht nur leckeren Kaffee, sondern auch das gesamte Ambiente ist extrem angenehm. Für den kleinen und großen Hunger ist ebenfalls gesorgt.
Bohnen:

  • San Miguel
  • Guatemala
  • Franz (Sonderedition)

Die Kaffee

Auf Olga bin ich durch Zufall gestoßen und war extrem positiv überrascht. Alle bisher probierten Kaffeesorten waren lecker bis sehr lecker.
Bohnen:

  • Indien Palthope Liberia
  • Indien Palthope Old Paradenia
  • Cuba Serrano Lavado
  • Brasil San Rafael
  • Costa Rica Tarrazu
  • Indien Manamboli
  • Brasil Rio Brilhante

Machhörndl

Eine von vier, mir bekannten, Röstereien in Nürnberg. Sehr nette Location und immer eine gute Adresse für einen gepflegten Austausch rund um das Thema Kaffee. Zu meinem Bedauern überwiegt hier aber der fruchtige Kaffee/Espresso.
Bohnen:

  • Brasilien Samambaia Topazio
  • Espresso Blend
  • Guatemala El Morito
  • Brasilien Samabaia Catigua
  • Brasilien California
  • Costa Rica La Candelilla (Espressobohnen)
  • Indien Bibi Plantation A (Espressobohnen)
  • Costa Rica Las Lajas

Rösttrommel

Die zweite Rösterei in Nürnberg. Lädt, genauso wie das Machhörndl zum Verweilen ein. Auswahl ist meiner Meinung nach ausgewogener in Bezug auf Fruchtig zu kräftigem Kaffee.
Bohnen:

  • Kaiserburg
  • Brasilien Ismael Andrade
  • Honduras El Jilguero Lot#4
  • Burundi Kinyovu
  • Guatemala La Esperanza

Espressone


Nicht weit von Nürnberg in Cadolzburg ist eine weitere Rösterei angesiedelt. Kennengelernt habe ich Sie über die Hofladenbox.
Die getesteten Bohnen war gut, aber nicht überragend. Meine Vermutung: Das leigt an der Zubereitung in der AeroPress, nicht an den Bohnen selbst. Aus dem Siebträger war der Espresso nämlich sehr lecker.
Bohnen:

  • Bio Milano (Espresso)
  • Caffe Creme

Coffee Circle


Der Coffee Circle ist mittlerweile eine der größeren Kaffee-Shops im Netz. Die Auswahl bietet für jeden Geschmack das richtige. Ebenfalls erwähnenswert finde ich die gute Auswahl an entsprechender Hardware. Hier ist für jeden was dabei!
Bohnen:

  • Äthiopien Buna Dimaa
  • Kolumbien Canela
  • Brasilien Cerrado
  • Äthiopien Limu
  • Kolumbien Sierra Nevada
  • Äthiopien Karibu

Ikea


Ja, auch der Möbelriese aus Schweden hat Kaffee im Verkauf. Der Grund warum ich ihn hier mit aufliste? Ich hoffe damit jemanden vor dem Fehler zu bewahren ihn auch zu kaufen. In der AeroPress hat mir der Kaffee überhaupt nicht zugesagt.
Bohnen:

  • Hela Börnor
  • Påtår

Blank Roast


Die Kaffeemanufaktur aus dem schönen Neustadt an der Weinstraße kann Marketing mindestens genau so gut wie Kaffee :)
Hier haben es mir besonders die Spezialsorten Angetan. Eine Bohne, die im Whiskyfass gelagert wurde, macht nicht schwindelig im Kopf, bringt aber ein ganz anderes Aroma in den Kaffee.
Bohnen:

  • Bene
  • Pere
  • Verde
  • Mia San Mia
  • Whisky

Röstwerk Pfalz


Auf das Röstwerk bin ich über [Heckpiet](https://twitter.com/heckpiet) gestolpert und wurde nicht enttäuscht. Super netter Kontakt, informativ und unkompliziert. Der Kaffee? Lecker!
Bohnen:

  • Morgenstund
  • Deidesheimer Geissbock
  • Hundertpro
  • Guatemala Cascades of Oriente
  • Überraschungspaket

Crazy Sheep Coffee


Die verrückten Schafe aus Bamberg machen ihren Namen alle Ehre. Die von mir probierten Sorten waren alles etwas „besonders“ob es jedermanns Sache ist? Probiert es aus!
Bohnen:

  • EL Classico
  • Happy India
  • Italiano

Teikei Kaffee

Die Idee hinter Teikei ist schnell erklärt: solidarische Landwirtschaft. Der Kaffee wird in Mexiko angebaut und per Segelschiff nach Deutschland gebracht. Ihr könnt euch als Teil einer immer größer werdenden Gemeinschaft Anteile an diesem Kaffee sichern. Diese sind so berechnet, dass alle in der Lieferkette, inklusive der Kaffeebauern gut leben können. Und das beste? Der Kaffee schmeckt auch noch richtig lecker!
Bohnen:

  • Beide Sorten sowohl Espresso als auch Filter probiert

Bergbrand


Meine erste Erfahrung mit Kaffee von Bergbrand war keine gute. Ich hatte einen Espresso serviert bekommen, bei dem wohl die Bohne einen Treffer hatte… Der Espresso war so sauer, dass selbst Zitronen neidisch werden würden.
Das war allerdings ein bedauerlicher Einzelfall. Die dritte Rösterei aus Nürnberg macht auch ganz famose schokoladigen Kaffee.
Bohnen:

  • Gipfelkreuz
  • Ursprung
  • Kraftpaket

Rösterei M.A.G


Eine weitere Rösterei aus dem schönen Bamberg. Der Kaffee war ein Mitbringsel meiner Frau, macht aber Lust auf mehr.
Bohne:

  • Rwanda

Kaffeerösterei Chamer Land


Eine Empfehlung eines Kunden der ich gerne gefolgt bin. Viel Auswahl und leckerer Kaffee. Die Bilder auf der Homepage laden ebenfalls zu einem Besuch des Ladens ein. Leider komme ich in das Eck viel zu selten…
Bohnen:

  • Thailand Mystic Hiltribe
  • Tansania Kilimanjaro – Machare
  • Indonesien Sumatra Gayo

Kaffeerösterei Nero

Die neuste Erungenschaft in meiner Sammlung. Eine Empfehlung des IT_Fettchens.
Hier kann ich allerdings noch keine weitere Auskunft geben, als dass ich folgendes dort bestellt habe:

  • Las Chicharras aus Mexiko
  • Schängelmischung
  • Vilcabamba aus Ecuador
  • Lampocoy Guatemala

Die nachfolgenden Röstereien sind allesamt Empfehlungen, die ich selbst noch nicht getestet habe. Was nicht ist, wird aber definitiv werden :)

Habt ihr einen Favoriten und der steht noch nicht hier auf der Liste? Immer her damit!

Im Land der Ostfriesen

Endlich wieder Urlaub, endlich raus aus den eigenen Vier-Wänden. Corona sei dank hatten sich viel Frust und eine Art Lagerkoller breit gemacht, sodass im Juni 2020 alle in unserer Familie reif waren für eine Auszeit.

Dank Martins Tipp ging es diesmal für rund 10 Tage in Deutschlands Norden, ins Land der Ostfriesen.

Die Reise Beginnt

Die Anreise verlief problemlos, wir hatten einen Zwischenstopp in NRW, wo wir die entfernter wohnenden Familie besucht haben. Das hat den Vorteil, das die Kinder „nur“ 2×4h anstatt einmal 8h am Stück im Auto sitzen müssen.

Wir waren untergebracht in Neßmersiel einem, sehr kleinen, Dorf in der Nähe von Norddeich. Die genaue Unterkunft lasse ich an dieser Stelle unerwähnt. Warum? Lest später mehr.

Warum nicht eine der Ostfriesischen Inseln, wie Baltrum, Juist usw.?

Wir wollten flexibel sein. Der Plan war vom Festland aus per Fähre die Inseln anzufahren und dort auch zu nächtigen. Dank Corona war dies aber leider nicht möglich. Erst zum Ende unseres Urlaubs wurden Tagesgäste auf den Inseln zugelassen.

Das hätte für uns jedoch bedeutet: rund 50,- Euro für ein Fährticket. Für max drei Stunden Aufenthalt auf den/der Insel. Jeder der mit zwei kleinen Kindern unterwegs war weiß sofort, dass das nicht wirklich lohnenswert ist und in mehr Stress ausartet, als dass es was bringt.

Tag 1 – Neßmersiel erkunden

Neßmersiel ist wirklich klein und unspektakulär. Das war uns nicht erst vor Ort klar, sondern bereits vorab. Aber so schlimm?

Ein Bäcker (Na ja …) und ein Edeka (Klein, aber gut sortiert) – das muss für das nötigste reichen. Der Rest sind gefühlt Ferienwohnungen und Restaurants.

Der Strand von Neßmersiel ist schön, allerdings sollte eine vierköpfige Familie Kleingeld mit dabei haben, der Strandeintritt (!) kostet 6,7 Euro exklusive Parken, was wir uns dank Anreise per Fahrrad gespart haben.

Leider war an ersten Tag Ebbe, sodass Kind 1 etwas enttäuscht war kein Meer sehen zu können. Eine eigens durchgeführte Wattwanderung hat dann jedoch zur Erheiterung aller beigetragen.

Tag 2 – Norddeich, wir kommen

… und zwar mit dem Rad. Knapp 17 km später waren wir dort angekommen. Meer bei Flut – extrem teurer frischer Fisch – und eine ansonsten extrem touristisch funktionale Stadt haben uns nicht davon abgehalten dort ein paar schöne Stunden zu verbringen. Die Crêpes waren prima, die Kinder am dort frei zugänglichen Strandteil happy – Elternherz was willst Du mehr?

Vielleicht einen Elektroantrieb zurück nach Neßmersiel. Und zwar für Kind 1. Das hat sich zwar Prima auf dem Rad geschlagen, aber gut 40 km waren für 4-jährige Kinderbeine dann doch Zuviel.

Tag 3 – Gretsiel

Wir sind mit dem Auto nach Gretsiel. Für die richtig Fitten ist das auch mit dem Fahrrad von Neßmersiel aus machbar.

Gretsiel ist die Touristenstadt schlechthin. Schön angelegt, aber ansonsten nicht weiter erwähnenswert. Was jedoch erwähnenswert ist, ist zum einen die Eisdiele im Zentrum der Stadt – extrem lecker! Der Kinderspielplatz im Norden der Stadt und Ottos Leuchtturm. Zudem kommt Ihr, wenn Ihr gut zu Fuß, oder dem Fahrrad seid. Oder Euch nimmt ein Bus mit, oder Ihr fahrt gleich mit dem Auto.

Ottos Leuchturm!

Tag 4 – Strandtag in Nessmersiel

Nach zwei Tagen Ausflug war den Kids nach Erholung. Also sind wir nur zum Strand nach Neßmersiel und haben dort Muschel und Quallen gesammelt, sind geschwommen(!) und haben im Watt nach Wattwürmern gebuddelt. Eis vom Kiosk rundete den Tag dann nochmals ab.

Tag 5 – Kleintierpark Werdum

Werdum ist in gut 25min mit dem Auto von Neßmersiel aus zu erreichen. Der dortige Kleintierpark war das Ziel des heutigen Tages. Für kleines Geld bekommt die Familie relativ viel zu sehen und, was noch wichtiger ist, viel Kontakt zu den Tieren im Streichzoo. Zu erwähnen ist das nette Personal dort, das wurde nie müde die Fragen der vielen Kinder mit einer Engelsgeduld und für Kinder verständlich zu beantworten.

Tag 6 – Kutterfahrt Ahoi!

Heute ging es wieder nach Norddeich. Diesmal allerdings mit dem Auto da wir ein Date mit Heiner hatten. Heiner ist der Kapitän der NOR225, ein Krabbenkutter im Hafen von Norddeich. Mit Ihm sind wir auf das Meer zu den Seehundbänken gefahren und haben dabei viel über die Region Ostfriesland und das Wattenmeer gelernt.

Die Fahrt an sich war cool. Allerdings sollte man sich vorab über ein paar Dinge im Klaren sein. Coronabedingt saßen wir während der Fahrt relativ weit auseinander. Wir hatten Glück und hatten den nächstmöglichen Platz zum Sprecher. Andernfalls bekommt man von den Erzählungen wahrscheinlich nur die Hälfte mit. Man muss die ganze Fahrt über auf Kisten sitzen. Für Erwachsene kein Problem, Kinder haben da schon mehr Probleme. Einzig bei den Seehundbänken besteht kurz die Möglichkeit aufzustehen. Bei 2,5h Ausfahrt bleiben vor Ort bei den Seehunden 5min übrig. Gut, man möchte die Tiere auch nicht unnötig stören, allerdings bleibt das Boot auch genau deshalb mehr als 300 m von den eigentlichen Bänken entfernt stehen und wendet dort. Persönlich fand ich das alles etwas abrupt.

Da ganz hinten sind sie: Seehunde!

Tag 7 & 8 – Strandtage

Die Familie wollte sich wieder erholen, wo geht das besser, als bei bestem Wetter am Strand von Neßmersiel?

Programm war entspannt. Highlight sollte ein frischen Fischbrötchen aus dem Dorf werden. Die Betonung liegt auf sollte, es war weder frisch noch lecker, dafür extrem teuer…

Tag 9 – Sehhundauffangstation

Wieder Norddeich, wieder ein anderes Eck. Diesmal sind wir zur Seehundauffangstation. Corona war auch hier ein „Problem“ so kam es, dass wir über 1h Anstehen mussten (zum Glück mit Spielplatzsituation drumherum) für eine gute Stunde in der Station. War es das Wert? Für Erwachse oder ältere Kinder >8 bestimmt. Für uns nicht wirklich. Die Jungen Seehunde sieht man aus der Ferne durch eine Scheibe. Die Präsentation haben wir uns geschenkt, da waren zu viele Menschen in einem geschlossenen Raum… Ansonsten ist es sehr Informativ, wenn man lesen kann, den Text gibt es viel.

Tag 10 – Urlaubsende

Den letzten Tag unseres Urlaubes haben wir am Strand verbracht. Die eigentliche Idee wieder Schwimmen zu gehen haben wir jedoch schnell verworfen. Durch den ungünstigen Wind wurden viele Quallen in die Strandbucht gespült. Diese waren durch die raue See leider nicht gut zu erkennen, sodass man schnell Bekanntschaft mit Feuerquallen machen durfte (nicht schön!)

Fazit

Der Norden Deutschlands ist schon vorzeigbar. Ich bin und bleibe ein Kind der Berge, aber gerade mit kleinen Kindern hat die See schon ihre Vorzüge.

Was mich allerdings extrem verwundert hat, waren die Preise die aufgerufen wurden wenn man essen gegangen ist. Die waren, meiner Meinung nach, für die gebotene Qualität nicht gerechtfertigt.

Dagegen war Texel ein absolutes Schnäppchen und leckerer obendrein…

Dygma Raise – Endlich die perfekte Tastatur

Mein ganzes Computerleben lang bin ich schon Fan von mechanischen Tastaturen, Ich mag einen spürbaren Widerstand beim Tippen und ich schätze die Präzision einer guten Tastatur.

Zudem bin ich der Meinung, wenn man >8h pro Tag vor einem Rechen sitzt, sollte die Präferier (Monitor, Maus und eben die Tastatur) schon optimal auf das Nutzungsverhalten angepasst sein.

Angefangen hat alles bei mit einem IBM Model M, dann ging die Reise weiter über diverse Hersteller. DasKeyboard, Filco, Keychron, Ducky uvm. — alles sehr gute Tastaturen, aber mir hat immer etwas gefehlt. Dann kam die Dygma.

Introducing Dygma Raise

Ich bin ein Freund der Ergonomie. Nicht nur, dass ich gerne auch mal ein paar Stunden am Schreibtisch stehe, nein ich bin auch der Meinung eine klassische Tastatur und Ihr Layout trage nicht unbedingt zu einer gesunden Körperhaltung ein. An dieser Stelle: +1 und Like von meiner Frau, die als Physio ein Lied von steifer Schulter/Nackenpartien bei den „ITlern“ singen kann…

Also habe ich mich auf die Suche nach einem Splitkeyboard gemacht. Damals war der Markt dafür noch verschwindend gering. Es gab die Ergodox und eine exotische Variante von Microsoft. Beides gute Tastaturen, aber nicht für mich.

Durch Zufall bin ich auf das Kickstarterprojekt von Dygma gestoßen und war sofort All-In.

Ein Splitkeyboard mit 60% primär für den Gamingmarkt, okay. Komplett anpassbar in puncto Layout und Switchen, OKAY?! Eine geteilte Spacebar plus vier weiter Keys, You got me! Eine SW die verschiedene Layer auf die Tastatur legt, Shut up and take my money!

Nicht nur für Gamer interessant

Jaja, LEDs hat sie auch. Das war für mich kein primäres Kaufargument, scheint aber (Achtung Klischee: Bei den Gamer en Vogue zu sein).

Mich hat das schmale Layout (60%) und die Möglichkeit sowohl ISO als auch ANSI (US/UK) Layout zu verwenden. Bei mir ist es letztendlich eine schwarze Raise mit Kalih Speed Cooper Switchen im US-ANSI Layout geworden. Warum?

  1. Ich will hören, ob und wenn ich eine Taste gedrückt habe
  2. Die Kalih sind im Vergleich zu den Cherrys kompatibler zu meinen Fingern
  3. ANSI > ISO — die paar Umlaute bekommt man auch mit einer SW Lösung hergezaubert, ansonsten hat ANSI mMm nach nur Vorteile gegenüber ISO.

Das bei der Raise die Palmpads fest installiert sind, hat mich auf dem Papier auch erstmal verwundert. In Natura möchte ich die Dinger nicht merh hergeben. Das ist wirklich angenehm!

Bazecor unter macOS

Die Software für die Konfiguration der Layer hört auf den Namen Bazecor. Die ist zwar funktional, aber kaputt, zumindest unter macOS (Wie es unter Windows aussieht kann ich nicht nachvollziehen.)

Kurzum mit Bazecor sollten eigentlich alle Funktionen der Raise konfigurierbar sein. Das fängt bei der Farbe der LEDs an und hört beim Remappen von Keys auf.

Irgendwie funktioniert das auch mit der aktuellen Version 0.2.2, aber schön ist anders.

Wenn man das JSON File mal geparsed hat, ist mean meiner Meinung nach schneller direkt dort die Layer zu editieren, als per UI.

Hier verspricht der Hersteller aber Abhilfe in form eines Major SW Releases. Ich bin also gespannt.

Ansonsten perfekt

Verarbeitung, Lieferung und all die kleinen Details die man sich vorstellt, oder eben nicht vorstellt sind an der Raise da. Mit viel Fantasie findet man auch unter macOS in Bazecor das, was man braucht. Die HW hingeben macht einen extrem soliden Eindruckt.

Die 7 weiteren Tasten der Spacebar sind auch schneller Weg als man denkt. Hier hat Dogma selbst ein paar Optionen gelistet , was man mit ihnen anfangen kann.

Alles in allem kann ich die Raise nur empfehlen. Für mich ist Sie nahe dran an der perfekten Tastatur. Zum Preis von rund 265 USD ist so etwas aber auch okay, oder?

Alles hat ein Ende – Goodbye PGP

Cyber cyber!

Es ist eine lange Geschichte, die wir zusammen erlebt haben. Über 20 Jahre hast Du mich begleitet. Hast E-Mails und Dateien Ver- und Entschlüsselt. Du warst hierbei immer treu und zuverlässig, auch wenn Deine Handhabung mir so manches Mal Kopfzerbrechen bereitet hat. Vor allem, als diese neumodischen Smartphones kamen. Dich auf Ihnen zu benutzen war ein Graus. Klar fand man einen Weg aber Benutzerfreundlich war das wirklich nicht. Hier und heute stehe ich nun wieder an einem Scheidepunkt und habe mich jetzt dazu entschlossen zu sagen: Goodbye PGP.

Das richtige, zur falschen Zeit


Ich war immer Verfechter Deiner Idee. Die Möglichkeit zu haben, selbst zu entscheiden, ob und wer meine Daten lesen und nutzen kann fand ich gut. Auch gegenseitige Vertrauen untereinander wurde durch Dich gestärkt. So konnte man sich (halbwegs) sicher sein, dass eine von Dir gezeichnete Datei wohl auch aus der originalen Quelle kommt. Aber Du warst Deiner Zeit voraus. Die wenigsten wussten überhaupt das es Dich gibt, geschweige den wie man Dich richtig einsetzt. Wie oft habe ich private Schlüssel erhalten, oder Datenmüll der durch Verlust des dazugehörigen Schlüssels, oder des Passwortes, unbrauchbar wurde…
Die Unterstützung durch andere Programme, sei es Mailprogramme, oder Tools auf der Systemebene blieb leider ebenfalls aus. Bestenfalls hatte man das Gefühl, Du wirst als 5. Rad am Wagen mit an Board geholt.
Die letzte Hoffnung in Form von Keybase und dem – zugegeben ambitionierten – Ziel Dich wieder populärer und, vor allem, Massenkompatibler zu machen ist mit dem Kauf durch Zoom leider gestorben.

Immer noch das richtige?


Diese Frage treibt mich nun seit längere Zeit um. Die Pflege der Schlüssel, und der Nutzwert stehen aktuell für mich in keinem Verhältnis mehr. Es gibt aktuell noch eine Stelle mit der ich verschlüsselte E-Mails austausche. Der Rest passiert per Messenger (alle voran: Threema) und für Dateien über die Hauseigenen Tools aus dem Hause Apple. Das reicht für meine Zwecke vollkommen aus. Für den sichereren Dateiaustausch über meine Apple Devices hinweg ist nach wie vor DEVONthink mein Tool der Wahl. Das unterstützt ebenfalls verschlüsselte Datenbanken.

So bleibt mir nur sagen: Mach’s gut liebes PGP und danke für den Fisch. Ich werde meine Keys nach und nach auslaufen lassen oder ggf. Revoken. Von Keybase bin ich auch bald* weg.

* Wenn ich herausgefunden habe wie ich meine Stellas auf eine andere Wallet umziehen kann.

Urlaub auf Texel

Die Geschichte begann vor rund einem Jahr. Mitten in der Nacht bekam der Nachwuchs seinen ersten Pseudo-Krupp Anfall und wir einen ziemlichen Schreck. Es blieb auch leider nicht bei einem Anfall, so dass wir uns kurzerhand dazu entschlossen haben unseren Sommerurlaub auf der kleinen Insel Texel zu verbringen. Das hilft dem Nachwuchs beim atmen (Meeresluft) und uns hoffentlich ein wenig zu entspannen.

Wunderbar weitläufig - der Strand
Wunderbar weitläufig – der Strand

Gesagt, getan

Via AirBnB haben wir uns ein kleines Chalet gemietet. Dieses liegt in De Koog und somit sehr zentral auf der Insel.

Die Anreise gestaltet sich aus Nürnberg sehr lang. Allerdings hatten wir die Möglichkeit in Nordrhein Westphalen einen Zwischenstopp bei meiner Familie einzulegen. Durch den zweitägigen Stop wurde die Fahrt insgesamt deutlich erträglicher. Vom Rheinland nach Texel sitzt man nochmals gut 3h im Auto bzw. auf der Fähre. Diese fährt von Den Helder nach Texel im halbstündlichen Takt und kostet für einen PKW 37,- Euro für Hin- und Rückfahrt.

Unser Chalet war etwas kleiner als wir es uns vorgestellt hatten. Das einzig wirkliche Problem war die Hellhörigkeit in den Räumen. Da heisst es ruhig sein, sobald der Nachwuchs schläft.

Das Chalet
Das Chalet

Unternehmungen

Natürlich waren wir sehr viel auf der Insel unterwegs, hier eine kleine Auswahl unserer Aktivitäten.

  • Strand: Selbstredend, zwar war die Nordsee im Juni noch nicht zum Schwimmen geeignet, aber zur Abkühlung, zum Sandburgen bauen, oder einfach nur zum Spazierengehen war der Strand hervorragend. Schönste Adresse für uns war Paal 19-21 diese sind von De Koog aus fußläufig zu erreichen.

    Ohne Worte...
    Ohne Worte…
  • Leuchtturm Eierland: Ganz im Norden der Insel. Dank 45m Höhe bietet er selbst dem Nachwuchs genug Sichtweite um fast die komplette Insel überblicken zu können. Eintritt kostet 4,5 Euro p.P. Kinder <3 sind kostenlos. Im Anschluss kann man auch gleich noch einen Abstecher zum dortigen Strand machen. Der ist aber ausdrücklich nicht zum Schwimmen geeignet und extrem weitläufig. Mit einem Kinderwagen hält sich der Spass also in Grenzen. Gleiches gilt übrigens auch für den Leuchtturm. Der Nachwuchs sollte tragbar sein, oder selbst sehr viele, sehr kleine Stufen hinauf, als auch hinab laufen können.

    Der Leuchtturm
    Der Leuchtturm
  • Eis in Labora: Ein komplett automatisierter Bauernhof und Kühe die, obwohl sie an die frische Luft könnten, lieber im Stall bleiben? All das findet man auf dem Labora Hof. Zudem gibt es dort sehr leckeres Eis in ausgefallenen Sorten. Auf dem Gelände sind noch Hühner, Rehe und Kleintiere und zudem ein kleiner Spielplatz, so dass es auch dem Nachwuchs nicht langweilig wird.

    Der Vollautomatische Waschautomat für Kühe.
    Der Vollautomatische Waschautomat für Kühe.
  • Lammetjes knuffelen: Auf Texel gibt es mehr Schafe als Einwohner. Nicht nur, dass man überall auf der Insel welche sieht, man bekommt auch an vielen Höfen die Möglichkeit geboten mit den Tieren zu interagieren. Mit etwas Glück, kann man Ihnen beim Gebären zuschauen. Der Hof auf dem wir waren bietet dazu noch einen kleinen Verkaufsraum mit allem rund ums Schaf, sowie einen großen Spielbereich im Hof. Das heisst der Nachwuchs ist rundum versorgt und bekommt viel zu sehen.
  • De Koog: Laut Wikipedia hat De Koog 1020 Einwohner und rund 20.000 Betten für Touristen. Wer also Einsamkeit sucht ist hier fehl am Platz. Der Stadtkern ist sehr überschaubar und besteht im großen und ganzen aus sehr überteuerter Gastronomie und den üblichen Souvenirgeschäften. Lebensmittel für den Alltag bekommt man im Jumbo, oder im Lidl.
  • Café in De Koog: Coffee and more. Wäre diese kleine Perle, etwas abseits von Stadtkern, nicht gewesen, wir wären aufgrund akuter Unterkoffeinierung verzweifelt. Leckerer Kaffee, guter Kuchen und sehr freundliches Personal zeichnen den Laden aus. Auch der Nachwuchs wurde gerne gesehen, der dafür kreierte „Babycchino“ (warmer Milchschaum) wird auch jedesmal liebevoll anderes verziert. Tipp: Unbedingt die selbstgemachten Pfannkuchen mit Kokos, Honig und Walnüssen probieren!

    Babycchino - Da lacht das Kinderherz!
    Babycchino – Da lacht das Kinderherz!
  • Den Burg: Die „Hauptstadt“ der Gemeinde Texel. Größer als De Koog, aber ansonsten sehr ähnlich. Wer Mitbringsel einkaufen möchte, sollte dies hier tun. Aufgrund der Vielzahl an Geschäften sind die Preise etwas günstiger als in de Koog.
  • Ecomare: Ursprünglich war das Ecomare eine Auffang- und Aufzuchtstation für verletzte, oder alte Meerestiere. Mittlerweile ist ein sehr ansehnliches Museum dazugekommen. Es gibt Robben und Seehunde, viele Vögel und diverses Meeresgetier. Unser Nachwuchs war mit 2 Jahren noch zu klein um die Inhalte des Museums zu begreifen, daher war der Besuch eher auf die Aussenanlagen beschränkt. Bei den Live-Fütterungen gibt es obendrein viel Informatives über die im Ecomare befindlichen Tiere zu hören (Englisch, oder Deutsch auf Anfrage).
  • Selbstpflückgarten: Hier kann man sein Obst selber pflücken: Erd-, Johannis-, Brom- und Himbeeren, aber auch Bohnen. Bei unserem Besuch waren die Erdbeeren vollreif und dementsprechend gut. Man kann sammeln so viel man möchte und bezahlt dann einen Preis pro KG. Dieser variiert wohl je nach Saison. Für den Nachwuchs natürlich eine tolle Erfahrung zu sehen, dass Obst und Gemüse nicht im Supermarkt wächst. Mangels Website, hier die Adresse: Middellandseweg 4, Oudeschild.

    Muss man hierzu noch viele Worte verlieren - leckere Erdbeeren.
    Muss man hierzu noch viele Worte verlieren – leckere Erdbeeren.
  • Bonte Belevenis: Das Landgut ist ein Paradis für Kinder. Hier wird zusammen gebacken, Seife gekocht, Kerzen gezogen und Papier gepresst. Darüberhinaus gibt es einen großen Spielplatz, einen Kettcar Parcours und diverse Tiere. Der aufdringliche Pfau versucht übrigens nur Essen zu ergattern und ist ansonsten harmlos. Wurde uns mitgeteilt :)
    Obendrein hat das Landgut eine eigene Brauerei für Bier und Whisky und veranstaltet 2x am Tag eine Führung. Das Bier ist übrigens sehr lecker, aber auch ziemlich hochprozentig…

    Unser Backversuch...Der Brotbär
    Unser Backversuch…Der Brotbär
  • Vismark in Oudeschild: Was ist ein Besuch einer Insel ohne ein Fischessen? Hierfür trieb es uns in die kleine Stadt Oudeschild. Direkt am Meer gelegen, der ideale Punkt um den Fischmarkt unsicher zu machen. Und wir sind nicht enttäuscht worden: Lecker war’s!

TL;DR

Texel ist, gerade für eine junge Familie definitiv eine Reise wert. Gerade die Kinderfreundlichkeit ist uns besonders aufgefallen. Jedes Restaurant hat zumindest einen kleinen Spielplatz, oder eine Spielecke und auch sonst sind überall auf der Insel Möglichkeiten den Nachwuchs auszupowern.

Schön war auch, dass wir den gesamten Urlaub über nur zu Fuß, oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Die Radwege auf Texel sind fast besser ausgebaut als die Straßen. Von De Koog aus erreichten wir in spätestens 45min jeden Ort der Insel.

Negativ aufgefallen sind uns nur die Preise. Vor allem die Gastronomie langt ordentlich hin. Das lässt sich aber mit einer Küche am Übernachtungsort leicht umgehen, auch wenn es teilweise sehr verführerisch auf Texel duftet.

Dem Nachwuchs hat der Urlaub auch gutgetan, seitdem wir wieder da sind gab es ich keinen weiteren Anfall.

Hochtouren im Stubai

Wenn es im Tal zu warm ist musst Du in die Höhe flüchten

Dieses Zitat eines alten, nicht namentlich bekannten Bergfexes, sind wir Ende Juli gefolgt und haben, um der anherrschenden Hitze zu entfliehen, die Gipfel im Stubai unsicher gemacht. Mit dabei: Viel Gepäck und viel Motivation den vielen klassischen Wintergipfeln auch im Sommer aufs Dach zu steigen.
Gestartet sind wir am Donnerstag, von Nürnberg auf die Nürnberger Hütte. Der schweißtreibende Aufstieg zur Hütte gestaltet sich komplett problemlos. Oben angekommen wollten wir den Tag noch nutzen, haben uns schnell die Klettergurte, nebst Bandschlinge umgebunden und haben den kleinen Klettersteig (Kategorie C/D) in der Nähe der Hütte gemeistert. Sozusagen als Warm Up für das, was da noch kommen sollte. Die 140hm haben wir in rund 1h absolviert. Sie sind niemals langweilig oder übermäßig schwierig. Der Fels ist perfekt, griffig und von guter Substanz. Da störte das Stahlseil teilweise mehr, als dass es genutzt hätte. Somit war die Zeit gut genutzt. Jetzt konnte das Essen kommen, und dies ist auf der Nürnberger Hütte wirklich zu empfehlen!

Bergwelten
Bergwelten

Wilder Freiger und das Becherhaus

Freitags sind wir nach dem Frühstück zum Wilden Freiger aufgebrochen. Abgesehen von der Höhe, hat diese Tour leider nichts mehr mit einer Hochtour wie ich sie mir vorstellen würde zu tun. Man läuft über zwei Schneefelder, ansonsten immer gut markiert einen Weg entlang bis zum Gipfelgrat des Freigers. Dieser ist problemlos zu gehen und endet direkt am Gipfelkreuz. Kleiner Tipp für die Nachahmer. Unterwegs haben wir die Gamsspitze mitgenommen und sind über einen gut kletterbaren Grat in Richtung Freiger weiter. Der Grat ist sehr schön. Geschätzt 2er Gelände mit ab und an Luft unterm Hintern. Vom Gratende aus kommt man leicht wieder auf den Normalweg und hat so zumindest die Hände ein wenig dreckig gemacht.
Zurück zum Freiger. Vom Gipfel sieht man schon das fantastisch gelegene Becherhaus. Unser Quartier für den Freitag. Über einen versicherten Steig haben wir die Hütte in gut 45min erreicht.

Spaß im Klettersteig
Spaß im Klettersteig

Das Becherhaus ist die höchstgelegene Schutzhütte in Südtirol und immer einen Besuch wert!
Die Hüttenwirte sind sehr nett und nehmen sich Zeit für Ihre Gäste und die Exponiertheit der Hütte sucht seinesgleichen. Einzig das Essen war für meinen Geschmack sehr versalzen, aber vielleicht war der Koch nur gerade schwer verliebt. Wer weiß das schon? Mit dem Hüttenwirt haben wir auch unsere Pläne für den nächsten Tag besprochen. Als Quell des Wissens hat er uns leider mitgeteilt, dass wir unseren Plan –> Wilder Pfaff –> Zuckerhütl –> Sulzenau Ferner –> Sulzenauhütte über Bord werfen konnten. Der Sulzenauferner ist seit letztem Jahr abgebrochen und derart steinschlaggefährdet, so dass niemand bei klarem Verstand ihn nochmals betreten sollte.

Plan B musste also her.

Am Gipfel des Freigers mit Blick auf das Becherhaus
Am Gipfel des Freigers mit Blick auf das Becherhaus

Sonnenaufgang am Becherhaus
Sonnenaufgang am Becherhaus

Der lange Tag

Die ersten Plätze beim Frühstück gehörten gleich uns, so dass unserem „Plan B“ nichts mehr im Wege stand. Wir sind vom Becherhaus über den Übeltalferner zur Müllerhütte gequert. Dort haben wir uns unseres Gepäcks erleichtert und sind weiter zum Wilden Pfaff.

Diesen erreicht man am besten indem man den Gletscherspuren bis zum Einstieg auf den eigentlichen Gipfel Grat folgt. Dieser ist super schön zu klettern. Der Routenverlauf ist logisch und man kommt sehr schnell voran. Der Gipfel des Wilden Pfaffs lädt schon fast zum Fußballspielen ein, soviel Platz bietet er. Dort haben wir uns jedoch nicht lange aufgehalten und sind in Richtung Zuckerhütl abgestiegen. Durch Blockgelände geht es in den Pfaffensattel und von dort mittels einer kurzen Querung des Gletschers zur Einstiegsstelle des Zuckerhütls.

Von hier aus klettert man, teilweise ausgesetzt, locker hinauf zum Gipfel. Das Zuckerhütl ist ein Modeberg. Das erkennt man spätestens an den Scharen von Bergsteigern die von der Dresdner Hütte aus in Richtung Gipfel strömten. Auch beim Klettern war die eigentliche Schwierigkeit nicht der Fels, sondern die vielen ab- oder vorraussteigenden Bergsteiger. Davon ab ist es eine sehr schöne Kletterei.

Nun ging es wieder Retour auf den Wilden Pfaff und runter zur Müllerhütte. Dort haben wir uns kurz gestärkt und sind dann weiter auf dem Übeltalferner zur Lübecker Scharte. Hier ging es nochmals 100hm im blockigen Gelände abwärts bevor wir Gletscherkontakt hatten. Der Rest der Geschichte ist schnell erklärt: 1,5h Gletscherhatsch und weitere 45min im normalen Gelände zur Sulzenauhütte die wir nach knapp 11h ziemlich hungrig erreicht haben.

Die Hütte ist gut organisiert, selbst die 120 Schlafgäste für die Nacht von Samstag auf Sonntag vermochten keinen richtigen Stress aufkommen zu lassen. Das Essen war gut. Leider waren wir zu spät dran, so dass wir anstatt Halbpension a la Karte bestellen mussten.

Am Gipfel des Wilden Pfaffs
Am Gipfel des Wilden Pfaffs

Wilder Pfaff vom Zuckerhütl aus gesehen
Wilder Pfaff vom Zuckerhütl aus gesehen

Das Zuckerhütl vom Wilden Pfaff aus gesehen
Das Zuckerhütl vom Wilden Pfaff aus gesehen

Kurz und Bündig

Der letzte Tourentag führte uns von der Sulzenauhütte über die Mairspitze zurück zur Nürnberger Hütte. Das Ganze war, bis auf eine kurze Klettereinlage vom Gipfelkreuz der Mairspitze hinüber zu den etwas höheren „Zacken“, eine Wanderung und somit auch keiner weiteren Beschreibung würdig.

Für uns war es aber ein gelungener Abschluss den wir voll genossen haben.
Somit schloss sich auch für uns der Kreis. Von der Nürnberger Hütte ging es wieder zum Auto und nach Hause.

Unser Abstieg: Die Lübecker Scharte
Unser Abstieg: Die Lübecker Scharte

Soviel zum Thema Klimaerwärmung...
Soviel zum Thema Klimaerwärmung…

Die Sulzenauhütte liegt ziemlich malerisch
Die Sulzenauhütte liegt ziemlich malerisch

Blick von der Mairspitze zum Auto im Tal
Blick von der Mairspitze zum Auto im Tal

Fazit

Wer einen relativ einfachen Einstieg in die Welt der Sommerhochtouren sucht, findet Ihn sicherlich auf dieser Tour. Lasst euch bitte nicht darüber täuschen, dass wir so gute Bedingungen hatten. Eispickel, Seil und Steigeisen gehören trotzdem in den Tourenrucksack. Auch wenn Sie die meiste Zeit unbenutzt bleiben! Dies hat auch ein Spaltensturz unterhalb des Zuckerhütls bestätigt, den wir mehr oder weniger live verfolgt haben. Laut Presse ging er glimpflich aus. Aber es zeigt, dass man trotzdem immer wachsam bleiben sollte.

13 Monate Laufpause

Ziemlich genau vor 13 Monaten ist „Es“ passiert. „Es“ bescherte mir eine Laufpause. „Es“ beim Namen zu nennen fällt mir schwer, denn ich muss gestehen, bis heute weiß ich nicht hundertprozentig was „Es“ überhaupt war. Aber ich weiß wie „Es“ sich angefühlt hat: Schmerzhaft!
Die Eltern unter euch kennen eventuell das Gefühl Barfuß auf einen Legostein zu treten. Genau dieses Gefühl hatte ich im linken Fuß. So ziemlich bei jedem Schritt.
Den Auslöser dafür kenne ich, wie geschrieben, bis heute nicht. Aber es schmerzte gewaltig.

Lego-Terror-Forces
Lego-Terror-Forces

Die Odyssee beginnt

Was folgt ist ein kurzer Abriss der Ereignisse die mich die letzten 13 Monate daran gehindert haben Laufen zu gehen.

Mein erster Besuch beim Hausarzt endete relativ schnell: Der Physio wird’s schon richten, ist bestimmt was muskuläres.
Teaser: War es nicht. Die Besuche beim Physiotherapeuten haben sich bis heute als extrem scherzhaft in mein Hirn gebrannt.
Zweiter Versuch: Diesmal sollte es eine einwöchige IBU-„Kur“ richten. Tat es aber nicht.
Also wieder hin, diesmal gab es eine Überweisung zum Facharzt. Als Kassenpatient wartet man ja schon mal etwas länger, aber ich bin ja geduldig…
Der Facharzt, ein Fachmann für Sportmedizin, schloss erstmal diverse Blockaden, oder Brüche im Fuß kategorisch aus. Ein gemachtes Röntgenbild war auch unauffällig und somit war der Verdacht auf einen Fersensporn auch vom Tisch. Es könnte also nur eine Plantarfasziitis sein. Was nun? Pause und Abwarten waren seine Tipps. Wird schon wieder.
Wurde es aber nicht. Die Schmerzen waren mal mehr, mal weniger und korrelierten ziemlich genau mit der Anzahl der am Tag zurückgelegten Schritte. Waren diese \>8000 konnte ich sicher sein, dass ich am nächsten Tag wieder humpeln würde. Blieb ich unter der Marke, war es eigentlich okay. Eigentlich hieß aber auch: Laufen? No way!
Eine zweite Meinung erfolgte ca. 1 Monaten nach dem ersten Facharzt Besuch. Genau mit dem gleichen Ergebnis wie beim ersten.

Die Zeit verging…

… und meine Laune sackte zunehmend ins Bodenlose. Mittlerweile waren 4 Monate vergangen und es hatte sich nichts maßgebliches verändert.
Um meinen Glück ein wenig nachzuhelfen, machte ich einen Termin bei einem Sportarzt für Privatpatienten.
Dieser hat sich erstmal unendlich viel Zeit genommen, mich nach meinem sportlichen tun gefragt, sich den Fuß genau angeschaut und einen Ultraschall gemacht. Auch haben wir versucht eine Ursache zu finden woher „Es“ kommen könnte. Letztendlich bliebt aber nur eines: Ein Bild musste her!
Da ich nicht Krösus bin und ein MRT mal eben aus eigener Tasche zahlen möchte bin ich also zum Hausarzt und hab mir dort die entsprechende Überweisung besorgt. Ihr fragt euch, warum erst jetzt? Ehrlich, ich mich rückblickend auch!

„Es“ hat einen Namen

Und der war nicht Plantarfasziitis, sondern schlichtweg: „3cm langer Längsriss in der Plantarfaszie“. Begleitet wurde der mit massiven Entzündungserscheinungen im umließenden Gewebe. Danke auch. Mitgeteilt hat mir das wieder mein Hausarzt der wie ich ziemlich erstaunt über die Diagnose war. Da ich keine Lust auf den Kassenorthopäden hatte, bin ich gleich wieder zum Privaten. Da hatte ich so wie so noch einen Besuch „frei“.
Der Doc und ich waren schnell einer Meinung. Eine defensive Behandlung mit Schonung des Fußes ist der Infektion mit Kortison an die entsprechenden Stellen vorzuziehen. Auch hatte ich wenig Lust den Fuß 6-Wochen lang komplett(!) ruhig zu stellen. Dies schließt nämlich auch das anhängende Bein mit ein.
Über den Verschreibungsumweg über den Hausarzt ging es also nun zum Orthopädieschuhmacher. Dieser hat spezielle Einlagen verpasst die die belastete Stelle meines linken Fußes weitestgehend schonen sollten.

Was lange wärt

Rund 5 Monate nachdem ich die Einlagen bekommen hatte war ich nahezu schmerzfrei. Es gab zwar das ein oder andere Mal das Gefühl, dass noch etwas weh tun würde. Bevor ich aber blindlings wieder anfange den Fuß zu belasten wollte ich Gewissheit. Nur weil ich jetzt die Füße nicht nochmals ein paar Tage stillhalten konnte wollte ich mir nicht wieder 12 Monate Zwangspause einhandeln.
Also nochmals zum Hausarzt. Dieser sah meinen Zweifel und hat mich gleich nochmals ins MRT gesteckt. Diagnose: Vollständige Ausheilung des Risses. Was bleibt ist nur eine Narbe. Mit dieser Diagnose habe ich gleich einen Tag später die Laufschuhe geschnürt und bin locker 5km gejoggt. Das war genau 13 Monate nachdem „Es“ sich zum ersten mal gemeldet hat.

Skibau Workshop

Einen Ski selber bauen, von dieser Idee hörte ich vor rund 5 Jahren das erste mal. Damals habe ich es noch als ein schöne Idee ohne große Zukunft abgetan, vor allem, weil mir ganze viel zu teuer erschienen ist und ich der Meinung war, dass ein Handgemachter Ski niemals die Qualität eines Industriell gefertigten Exemplaren erreichen kann.
Diese Meinung blieb bestehen, bis ich vor ein paar Wochen im Rahmen eines Urlaubs in Zwiesel am Glasberg Florian und Pavla kennengelernt habe. In Ihrem gemütlichen kleinen Restaurant am Fuße des kleinen Ski-Übungshanges waren jede menge Holzski die sofort meine Aufmerksamkeit hatten. Ansprechend Schön, Außergewöhnliche Formen und ein Gewicht, dass selbst bei teuren Serienskis seines gleichen sucht. Schnell kamen wir ins Gespräch und es stellte sich raus, das Florian diese Ski alle in Handarbeit, nicht weit vom Glasberg entfernt, im Tschechischen Špicak selbst baut.
Meine Neugier war geweckt und da ich obendrein auf der Suche nach einem neuen Tourenski war, wollte ich das Experiment wagen. Zudem war der Preis absolut im Rahmen, vergleichen mit einem Serienski der im Fachhandel bezogen wird. Doch dazu später mehr.

Auch Snowboards baut Florian selbst
Auch Snowboards baut Florian selbst

Zwei Optionen zum Traumski

Zwei Wege führen zum Ski. Erstens, man bestellt bei Florian quasi seinen Wunschski. Nach ein paar Fragen zum Fahrverhalten, Einsatzzweck und den Vorstellungen des Fahrers baut Florian den Ski und schickt Ihn dem Kunden zu, Bindung und Felle können gleich mitbestellt, oder ggf. Selbst montiert und zugeschnitten werden. Das ganze dauert in der Regel zwei Wochen, danach kann man seine neue Errungenschaft gleich ausgiebig Testen.
Die zweite Option ist ein Wochenendworkshop in dem man sich seien Ski unter Florians Fachkundiger Aufsicht selbst bauen kann. Hier erfährt man deutlich mehr Details zum Aufbau eines Skis und die Funktionsweise der Verscheiden Materialien. Obendrein kann man sich den Ski komplett frei gestalten und hat somit ein absolutes Unikat in den Händen. Für mich war klar: So etwas möchte ich! Noch in Zwiesel besprechen wir schon die ersten Details.

Planungen

Das zweite Märzwochenende sollte der Termin werden an dem ich Florian in Špicak besuche und wir meinen Ski bauen. Vorher gilt es jedoch noch einige Parameter zu klären. Wir sprechen bereits vorab ein paar Mögliche Optionen wie mein Ski aufgebaut werden soll, hier ist vor allem der Einsatzzweck wichtig. Schließlich hat ein Ski der auf der Piste gefahren wird einen anderen Aufbau als der eines reinen Tourenskis. Grundsätzlich waren wir uns schnell einig, dass lag vor allem daran das Florian geduldig alle Fragen klärt und einen immer mit den nötigen Hintergrundwissen versorgt.
Das einzige worum ich mich selbst kümmern musste, waren Bindung, Harscheisen und Felle. Hier hatte ich schnell einen Favoriten im Auge, von dem ich schon viel gutes gehört habe. Die ATK Raider 12 2.0 sollte es werden. Als Fell wollte ich wieder ein sogenanntes Adhäsionsfell. Damit hatte ich in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht und warum sollte man bewährtes Aufgeben? Da MP Sports die Gecko Felle nicht in der gewünschten Breite nicht liefern konnte, habe ich ein Kohla Vacuum Base Zero Bestellt. 
Selbstverständlich sollte man Bindung und Felle dem Einsatzzweck entsprechend Kaufen. Vor allem empfiehlt es sich, dringend vorab mit Florian über die Mittelbreite des zu bauenden Skis gesprochen zu haben. Sonst wird es bei der Bindungsmontage Spannend, wenn die Stopper oder Harscheisen nicht passen, oder die Felle zu schmal, oder zu kurz/lang sind.

Jetzt gehts los

Freitag Mittag ging es mit der Familie los in Richtung Tschechien. Vor-Ort angekommen sind wir freundlichst Willkommen geheissen worden. Wir hatten das Glück, dass wir gleich das AirBNB von Florian und Pavla beziehen konnten. Dieses liegt quasi Vis-à-vis zur Werkstat und in Reichweite des Skiliftes, so dass die Familie auch eine Beschäftigung hatte, während ich am Ski bastel. Am Freitag hat uns Florian noch die Werkstatt und einige seiner Schätze gezeigt. Nur soviel, es ist beeindruckend was alles möglich ist, wenn man Ski selber baut. Sein letztes Stück war ein 205cm Langer Ski mit einer Mittelbreite von 125mm der gut sichtbar in Werkstatt platziert war.
Während wir die unterschiedlichsten Ski und Kiteboards bewunderten, haben wir uns über das Kernholz meines Skis unterhalten. Prinzipiell ist hier alle möglich, es kommt halt darauf an was der Fahrer möchte. Auch hier steht Florian aber mit Rat und Tat zur Seite. Letztendlich haben wir uns für einen Bambus Kern entschieden. Leicht und dennoch sehr Stabil und Laufruhig waren die Argumente die mich überzeugt haben. Optisch wollte ich den Ski noch mit einem anderen Oberflächenholz versehen. Mein Plan war ursprünglich Olivenholzoptik, dieser ist jedoch schnell verworfen worden, da ich Kernesche als Furnier deutlich ansprechender fand. Den Abschluss am Freitag bildete die Diskussion welche Skilänge und welcher Taillierung es werden sollte.
In meinem Fall haben wir uns Grob an meinem Vorgängerski Orientiert. Ein Hagen Wai-Flow, 173cm Lang und einer Taillierung von 130-87-117. Der neue würde etwas länger und unter der Bindung etwas Breiter werden.

Eine kleine Auswahl an selbstgebauten Skiern

Mehr Boards
Mehr Boards

Sägen, Schleifen, Feilen

Am nächsten morgen ging es früh los. Zuerst wurde der Rohling ausgeschnitten und entsprechend auf einer festen Unterlage fixiert. Dieser ist die Schablone für die Beläge die im zweiten Schritt mithilfe einer Oberfräse geschnitten werden.

Auch der Rohling will erstellt werden

Der Rohling!
Der Rohling!

Im Anschluß werden die Kanten an die Beläge angepasst und zurechtgebogen und geschnitten. Um einen optimalen Halt zu gewährleisten und später weniger Aufwand durch herumfliegende Kanten zu haben werden sie gleich mit Kleber an den Belägen fixiert.

Beläge ausschneiden...
Beläge ausschneiden…

Kanten kleben!
Kanten kleben!

Danach ist der Skikern an der Reihe. Das Bambus wird als große Platte geliefert. Diese wird zuerst grob auf Länge geschnitten und anschließend mit der Oberfräse entsprechend in Form gebracht. Hierzu hat Florian sich einen kleinen Tisch gebaut der Links und Rechts Aluprofile montiert hat. Diese geben den Dickenverlauf des Skis und damit den Flex vor. Also von der Mitte des Skis zu den Enden hin immer dünner werdend. Hier merkt man zum ersten Mal wie Hart Bambus wirklich ist. Die Oberfräse hatte ordentlich zu tun!

Kernmaterial bearbeiten
Kernmaterial bearbeiten

Die letzten Schritte vor dem eigentlich kleben sind schnell erledigt. Mithilfe der Beläge suche ich mir auf dem Furnier ein entsprechendes Muster aus. Jetzt müssen die Glasfasermatten und die Carbonverstärkungen geschnitten werden, so dass später beim Kleben keine Zeit verloren geht.

Glasfaser und Carbon geben Stabilität und Flexibilität an den richtigen stellen

Sandwich bauen

Der Teil der nun folgt ist der, wo nicht getrödelt werden darf. Florian mischt ein Epoxid-Harz an, welches die einzelnen Teile meines Skis zusammenhalten soll. Dieses Harz härtet aber bereits nach 45min an. Somit müssen wir beim zusammenkleben ein wenig Gas geben.

Schicht für Schicht...
Schicht für Schicht…

...wird ein Ski draus!
…wird ein Ski draus!

Nachdem das Furnier ebenfalls bestens mit Harz getränkt ist, verpacken wir den Ski mit Hilfe diverser Folien um ihn in den nächsten 12h im Vakuum-Ofen zu backen. Hierbei härtet das Harz vollends aus und durch das Vakuum wird obendrein das überschüssige Harz aus dem Ski gezogen. Das hat Wiederrum Vorteile beim Gewicht.

Das Furnier bildet den Abschluss
Das Furnier bildet den Abschluss

Kleiner Funfact von Florian: In der Industrie wird im Schnitt pro Ski rund 1kg Harz verwendet. Bedingt durch die Tatsache, das hier der Ski in eine Presse kommt, bevor er gebacken wird bleibt dieses Harz nahezu vollkommen im Ski. Wir hingegen haben bei meinem Ski rund 700gr Harz verwendet, wovon einiges wieder durch das Vakuum herausgezogen wurde.

Folie, damit auch alles dicht bleibt!
Folie, damit auch alles dicht bleibt!

Chamber und Rocker werden eingestellt.
Chamber und Rocker werden eingestellt.

Sägen und Schleifen

Am nächsten morgen kann ich es kaum erwarten den Ski endlich auszupacken!

Im nächsten Schritt werden die noch zusammenhängenden Skier mit der Stichsäge voneinander getrennt. Dann kommt die Feile zum Einsatz um die Kanten und Seitenwagen vorzuschleifen. Den Restlichen Schliff erledigt Florian dann auf der großen Schleifmaschine.

Das Paket am nächsten morgen.
Das Paket am nächsten morgen.

Auspacken und Ausscheniden
Auspacken und Ausscheniden

Wangen feilen...
Wangen feilen…

Noch sind wir aber nicht fertig, zum Finish gehören noch zwei Aufkleber die ich mir gewünscht habe. Diese werden mithilfe eine Thermosublimationsdruckers vorher gedruckt und dann unter einer Schicht Epoxid Top Coat auf dem Ski verewigt. Das ganze muss natürlich auch nochmals für 2h in den Ofen.

Natürlich darf die Herkunft des Skis nicht fehlen
Natürlich darf die Herkunft des Skis nicht fehlen

Der Abschluss findet ohne mich statt, im letzten Schritt werden die Beläge und Kanten geschliffen und von Kleberesten befreit. Dies geschieht aber auf dem Großen Industrieschleifer der in Zwiesel steht und wird von Florian am darauffolgenden Montag erledigt.

Bindungsmontage...
Bindungsmontage…

Bindungsmontage.
Bindungsmontage.

Der fertige Ski vor dem finalen Schliff
Der fertige Ski vor dem finalen Schliff

Fix und Fertig
Fix und Fertig

Fazit

Es ist eine wundervolle Erfahrung einen Ski selbst zu bauen. Man lernt unendlich viel über die verschieden Möglichkeiten das Fahrverhalten mit ein paar Kleinigkeiten zu verändern. Vor allem, wenn man einen guten Lehrer wie Florian hat.
Wer jetzt denkt, ich hab zwei linke Hände, das würde ich ja niemals in Eigenregie schaffen, der irrt. Wenn es brenzlig wird, legt Florian selbst Hand und man bekommt auch immer vorab ein Stück zum üben.
Was das ganze kostet?
Ganz einfach: Ein ganz normaler All-Mountain Ski wie ich Ihn jetzt bei Florian gebaut habe kostet 599,- Euro. Hinzukommen extras wie die Aufkleber, die er selbst zukaufen muss und das Furnier. Das könnt Ihr aber auch selbst mitbringen, redet hierfür einfach mit Florian. Falls Ihr besondere Wünsche hab, wie zum Beispiel einen reinen Carbonski wird es natürlich teurer. Aber im Vergleich zum Ski von der Stange immer noch Verhältnismäßig.

Ach ja, die Fakten zu meinem neuen Ski:
175cm lang, Taillierung: 132-92-120 und ein Gewicht von 1080gr pro Ski inkl. Bindung.

Jetzt freue ich mich schon darauf Ihn endlich Live zu testen!

Update:

Leider ist Flo Hollmann im August 2019 bei einer Radtour viel zu früh von uns gegangen. Ruhe in frieden und nochmals danke für alles!