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My Homescreen Part II

Ein neues iPhone, eine neue iOS Version und ein paar neue Apps — es wird also Zeit meinen Homescreen Artikel ein wenig aufzufrischen.

My Homescreen Part II
Meine Hoffnung, dass WhatsApp endlich mal vom Homescreen verschwinden kann, lebt im Moment ein wenig auf. Seit Facebook den Dienst gekauft hat, tauchen täglich neue Kontakte in Threema auf. Mit dieser App ist eine sichere Ende-zu-Ende Kommunikation möglich. Nicht, dass ich so extrem wichtige und geheime Nachrichten schreiben würde. Aber alleine die Tatsache, dass es niemanden angeht, was ich so von mir gebe, ist Grund genug, sie immer öfter zu benutzen!

almighty Photo hat die Standard iOS Foto App verbannt. Deutlich schöner zu bedienen, viele Sortierfunktionen, greift vollständig auf die Camera Roll des iPhones zu – perfekt!

WordPress ist mittlerweile auch gut zu bedienen geworden und dient zur Verwaltung dieses Blogs.

In Kombination mit nvALT unter OSX ist Notesy zum erstellen und Verwalten von PlainText-Dateien ungeschlagen. Eine schnelle Suche, gutes Syncing und diverse Funktionserweiterungen runden diese App ab.

Ich muss zugeben mit Paper sieht Facebook nicht nur besser aus, es lässt sich auch deutlich besser bedienen. Das Konzept macht hoffentlich Schule und findet sich bald in weiteren Apps wieder.

Pincase ermöglicht es, schnell seine Pinboard.in Bookmarks zu Verwalten. Der Dienst ist für mich nach wie vor sehr wichtig, da ich vom lokalen Speichern von Bookmarks nichts halte und mich auch die Build-In Lösungen der diversen Browser nicht überzeugen können. Die App hilft mir dabei, mich im Chaos meiner Schlagworte und Links zurechtzufinden.

Neben Triage hat mit Dispatch ein weitere Email-Client seinen Platz auf der ersten Seite erhalten. Letztere bietet, dank TextExpander Integration, einen deutlich besseren Workflow beim schreiben von emails. Obendrein bietet Dispatch viele sogenannte ‘Actions’, mit denen zum Beispiel schnell Mails in Omnifocus befördert werden können.
Triage bleibt trotzdem im Dock, um schnell durch den immer größer werdenden Wald von Emails zu pflügen. Allerdings könnten die Entwickler so langsam mal eine Unified Inbox nachrüsten. Die wird schmerzlichst vermisst!

Next sollte mir eigentlich dabei helfen, meine Finanzausgaben ein wenig im Blick zu behalten, allerdings muss ich gestehen, ich vergesse leider viel zu oft, alles einzutragen…

Die letzte neue App im Bunde ist Boxie. Mit Ihr gibt es die Dropbox in schön und funktional.

Ansonsten ist vieles beim alten geblieben, als Podcatcher hatte ich kurze Zeit mal Castro als Ersatz für Pocket Cast im Einsatz. Allerdings komme ich persönlich mit dem Bedienkonzept nicht so gut klar und nach dem iOS 7 Update ist Pocket Cast nochmals ein gutes Stück besser geworden.

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Organspender, warum nicht?








Organspender? Ja klar!
Leider ist so eine klare Aussage viel zu selten und ich frage mich ernsthaft warum das so ist.

Mal abgesehen von den Organspendeskandalen sehe ich wirklich keinen ernsthaften Grund sich nicht einen entsprechenden Ausweis zuzulegen. Mal ehrlich, wo es um Geld geht ist das Thema Korruption nie weit weg. Von dem daher ist das auch kein wirkliches Gegenargument. Trotzdem haben nur ca. 10% der deutschen einen entsprechenden Ausweis, warum?
Also los, Ausweis holen, ausfüllen und ab ins Portemonnaie!

Organspendeausweis

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Somewhere, something incredible is waiting to be known







…dieses Zitat stammt von Carl Sagan einem hervorragender Astronom, Wissenschaftler und Buchautor.

Jener welcher, der leider bereits vor 16 Jahren gestorben ist hat in einem seiner letzten Interviews folgendes gesagt:

Gerade in der heutigen Zeit sollte genau das nicht vergessen werden.
Wer Schwierigkeiten beim Verständnis dieser Worte hat, sollte sich dieses Buch schenken lassen und in einer ruhigen Minute lesen.

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Ein Wenig Struktur Im Training Hilft Jedem

Es gibt viele Dinge, die ich wohl nie verstehen werde, aber eines ganz sicher nicht: Den Übereifer beim Training von Hobbysportlern. Hier beispielhaft: Der Triathlet

Wer kennt das nicht, man unterhält sich ein wenig mit Bekannten oder Kollegen über sein Training, wie es läuft, dabei hört man dann immer wieder das gleiche – letzte Woche: 70km gelaufen, 180km Rad gefahren, 8km geschwommen und 2h Krafttraining gemacht. Klasse, was!? Aber die heutige Einheit kann er nicht voll mitmachen, es zwickt wieder XXX* (hier, je nach Sportart, beliebiges Körperteil einsetzen). Wer dann genauer nachfragt, bekommt ein Zeugnis schematisch abgespulter Einheiten: Gelaufen wird nach irgendeinem (sorry) blöden Trainingsplan aus dem Netz, Rad gefahren wird nach Gefühl (natürlich zu schnell), Schwimmen? immer getreu dem Motto: Viel hilft viel! Und beim Krafttraining gibt`s eh nur drei Übungen, die was bringen und von denen möglichst viele, möglichst schnell. Struktur, oder Pause? Fehlanzeige!

Strukturiertes Training ist nicht schwer

Dabei kann alles so einfach sein – und ich garantiere, unterm Strich hat man sogar am Ende mehr Zeit! 3:1, 2:1 und 80–15–5 sind weder Fußballergebnisse noch Körpermaße. Es sind die Formeln, mit denen jeder auf einfachste Art und Weise Struktur in seinen Trainingsplan bekommt. Dazu muss ich aber ein wenig ausholen…

3:1, 2:1

Periodisierung heißt das Zauberwort. Gemeint ist damit, seine Trainingsmethoden und die Intensität derart zu planen, dass der Sportler am Tag X punktgenau fit ist. Hierzu wird das Training in Zyklen eingeteilt:

  • Mikrozyklus
  • Mesozyklus

  • Makrozyklus

Mikrozyklus
Als kleinstes Element dient hier die eigentliche Trainingseinheit. Auf drei Tage mit einer ansteigenden Belastung folgt ein Entlastungstag (3:1), danach folgen wieder zwei Tage Belastung und ein Tag Entlastung (2:1). Gerade für Triathleten bietet sich diese Wocheneinteilung an, man hat die Möglichkeit in den drei Kernsportarten jeweils unterschiedliche Reize zu setzen, ohne dass dabei die Qualität wegen der Vorermüdung leidet.

Mesozyklus
Auch die Wochenbelastungen sollten innerhalb eines Monats nach dem 3:1 Rhythmus ansteigen. Auf drei ansteigende Trainingswochen mit (z.B.) 11h, 12h und 14h Training folgt eine Regenerationswoche mit zusammen 10h Training, in denen überwiegend im regenerativen Bereich trainiert wird. Als ein guter Wert hat sich 75 Prozent der Gesamttrainingszeit der Vorwoche erwiesen. Auch sollte man bei der Steigerung der Umfänge vorsichtig sein, gerade Neulinge steigern diese viel zu schnell. 10% Steigerung pro Woche ist ein gutes Maß, an das man sich halten kann. Auch die alten Hasen sollten mit einer zu sprunghaften Steigerung ihrer Umfänge aufpassen, es drohen langwierige Verletzungen und viele Probleme.

Makrozyklus
Auch in der jährlichen Trainingsplanung findet sich das Be- und Entlastungsprinzip wieder. Das Trainingsjahr wird grob in fünf Perioden unterteilt:

Vorbereitungsperiode 1
In der Ruhe liegt die Kraft. Die VP 1 dient zum Aufbau der Grundlagenausdauer und hat das klare Ziel die technischen und körperlichen Grundlagen für Ausdauer und Kraft zu legen. Die VP 1 dauert rund 8 bis 12 Wochen.

Vorbereitungsperiode 2
Hier wird langsam die Intensitätsschraube nach oben gedreht, das Training wird spezifischer und sowohl Umfang als auch Intensität steigen kontinuierlich. Erste kleinere Wettkämpfe zur Standortbestimmung sind gerne gesehen. Dauer 8 bis 12 Wochen.

Vorbereitungsperiode 3
Auch spezifische Wettkampfvorbereitung genannt, hier darf es gerne hart und herzlich werden. Das Training der wettkampfspezifischen Ausdauer (WSA) liegt hier im Fokus, dies kann auch gerne in Form von Trainingswettkämpfen und harten Trainingseinheiten passieren. Dauer der VP 3: 4 bis 6 Wochen.

Wettkampfperiode
Hier wird nochmals hart an der WSA gearbeitet und versucht, diese Leistung zu konservieren. Die hohen Umfänge sollten zu Gunsten der Regeneration zurückgeschraubt werden, es droht ansonsten eine Gefahr von Überlastung. Hier zeigt sich, wer den Winter über eine gute Grundlage gelegt hat. In der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung gilt es, dem Körper nochmals ein wenig Ruhe zu gönnen, in der Sprache der Trainer heißt das Tapering. In dieser Phase wird der Umfang bei gleichbleibender Intensität um bis zu 40% zurückgenommen. Die Wettkampfperiode dauert in der Regel 2 bis 3 Wochen.

Übergangsperiode
Ja, auch diese gilt es zu erwähnen, denn sie ist wichtig! Hier sollte der Hobbysportler Geist und Körper Ruhe und Erholung gönnen. Trainiert wird nach Lust und Laune, gerne auch mal triathlonunspezifisch. Die Dauer ist sehr individuell, sollte aber mindestens 4 Wochen betragen, damit der Körper wirklich vollkommen erholt ist und wieder richtig Lust auf das kommende Training zurückkommt.

80–15–5

Damit ist im Grunde nur die Aufteilung nach der Trainingsintensität gemeint, 80% des Trainings sollten im Grundlagenbereich (GA 1) stattfinden, 15% im GA 2 und die restlichen 5% sind für die WSA gedacht. Diese Aufteilung ist allerdings nicht starr für das jeweilige Training gedacht, es dürfen auch gerne mal in einem lockeren GA 1 Lauf Steigerungsläufe eingebaut werden, oder auf dem Rad der nächste Berg mit “kette rechts” gefahren werden. Jedoch sollte man im Großen und Ganzen auf eine ähnliche Aufteilung des Trainings kommen. Nun gilt noch zu klären, wie sich die einzelnen Bereiche (GA1, GA2 und WSA) zusammensetzen. Hierzu vorab ein Hinweis. Die Sportwissenschaft hat keine einheitliche Definition der verschiedenen Trainingsbereiche, die hier vorgestellten Werte sind die meiner Meinung nach gebräuchlichsten.

GA 1
Die Belastung ist hier für den Körper so niedrig, dass dieser ausreichend Zeit hat, um unter Zufuhr von Sauerstoff einen relativ hohen Anteil an Fetten zu verbrennen. Üblicherweise wird bei 60 – 75% des [Maximalpulses] trainiert.

GA 2
Hier steigt der Anteil der verbrannten Kohlenhydrate gegenüber den Fetten deutlich an. Das Training findet jedoch trotzdem noch im aeroben Bereich bei 75 – 85% des Maximalpulses statt. In diesem Bereich befinden sich auch die meisten Hobby-Athleten bei Ihren Wettkämpfen.

WSA
Die Intensität beträgt mehr als 85% des Maximalpulses. Es wird ausschließlich im anaeroben Bereich trainiert, somit bilden sich die Fähigkeiten Schnelligkeit, Kraft und Laktat-Toleranz am besten aus.

Um seinen Maximalpuls zu bestimmen, empfiehlt es sich eine Leistungsdiagnostik zu absolvieren, hier erfährt der Hobbysportler genau, auf welchem Stand sein Körper sich befindet und in welchen Bereichen er trainieren sollte. Generell mache ich sehr oft die Beobachtung, dass viele Sportler ihre GA 1 Einheiten zu schnell und die WSA Einheiten zu langsam durchführen und somit viel Potenzial verschenken.

Ein paar warme Worte zum Schluss

Freilich muss nicht jeder, der irgendwann mal einen Triathlon bestreiten möchte, sich stur nach diesen Vorgaben richten, aber sie helfen dabei, den richtigen Plan für die Verwirklichung seiner Ziele zu definieren.

Leider trainieren gerade viele der ambitionierteren Sportler nach Plänen, die sie irgendwo im Netz gefunden haben und die ohne hinterfragen abgespult werden. Dabei wird vollkommen außer Acht gelassen, dass gerade im Triathlon mehr als nur eine Disziplin trainiert werden sollte und gerade das Zusammenspiel der einzelnen Trainingseinheiten den Reiz, aber auch die Komplexität der Planung ausmacht. So entstehen viele Überlastungsprobleme bis hin zum Übertraining und das, obwohl man ja eigentlich was für seine Gesundheit machen möchte.

Sucht euch lieber einen Verein, der einen Trainier engagiert hat. Oder gönnt euch statt teurer neuer Laufräder lieber für ein paar Monate einen Personal Coach. Der bringt letztendlich mehr, schont obendrein noch eure Gesundheit und ist unterm Strich damit wahrscheinlich noch billiger.

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Skitour: Hählekopf im Kleinwalsertal







Am letzten Sonntag war es endlich wieder soweit und auch Ich durfte die Tourenski auspacken und die Saison einläuten. Nach der ganzen Lernerei der vergangenen Wochen war das auch bitter nötig! So ging es für eine kleine Tagestour ins Kleinwalsertal auf den Hählekopf.

Der Weg ist das Ziel - hier durchs Schwarzwassertal

Vom Tourengeherparkplatz aus schiebt man erstmal eine ganze Weile die Ski durch das Schwarzwassertal. An der sogenannten Melköde hat man dann die Wahl: links über die Schwarzwasserhütte, oder rechts in einer Schneise durch zwei Wildschutzgebiete in Richtung Gipfel aufzusteigen.

Wir entschieden uns für die Variante rechts hoch, links runter — mussten jedoch bald feststellen, dass die Schneeauflage bei weitem nicht ausreichend ist und der weitere Weg wohl nur durch das Tragen der Ski zu bewältigen wäre. So ging es wieder runter und über den linken Weg, vorbei an der Schwarzwasserhütte hinauf zum Gipfel.

Blick vom Gipfelhang zurück ins Tal

Wir haben ca. 20hm unterhalb des Gipfels die Ski abgeschnallt und sind zu Fuß weiter. Der Gipfelgrat war eisig und es herrschten sehr windige Verhältnisse, weshalb wir auf eine ausgiebige Gipfelrast verzichtet haben und gleich über sehr schöne Pulverhänge zur Hütte abgefahren sind. Hier war lediglich der Gipfelhang selbst als kritisch einzuschätzen, da dieser von einer Wechte überhangen wurde.

Am Gipfelkreuz, leider mit viel Wind

Auf der Hütte gab es hervorragende Verpflegung und nach einer kurzen Rast ging es weiter talwärts.

Ab der Melköde durften wir abermals anfellen und den restlichen Weg zurück zum Platzplatz schieben.

Der Rückweg gestaltet sich landschaftlich sehr reizvoll

Zusammenfassend kann man sagen, die Tour ist landschaftlich äußerst reizvoll, hat kaum Gefahrenstellen und ist somit ideal als kleine “Zwischendurchtour” machbar.

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Mein persönlicher Datengau







Mein persönlicher Datengau

Es wird dem geneigten Nerd ja vieles nachgesagt, in der Regel jedoch nicht, dass er unachtsam mit seinen Daten umgehen würde. Gleiches gilt auch bei mir, aber was sich Anfang des Jahres bei mir und meiner Hardware zugetragen hat, ist schlichtweg einen Blogpost wert.

Mein Setup

Bei mir zuhause werkeln ein iMac, ein MacBook Pro und diverse iDevices, letztere machen Ihre Backups auf den Macs, diese wiederum machen ihr TimeMachine Backups auf ein QNAP TS–210NAS

, welches von einer externen Festplatte sporadisch gesichert wird. Das NAS dient weiterhin als Datensilo für diverse Multimedia-Dateien sowie unter anderem auch für die Aperture- Bilderdatenbank.

Am Anfang War Das Krzzzz

Es begann am 23.12.13 – es war wieder mal Zeit für ein Backup vom NAS, also die externe HDD angesteckt, angeschaltet und dann kam dieses ekelhafte Geräusch, welches den meisten h3re-Bastlern gut bekannt sein dürfte: “Krzzz” gefolgt von Piep.. Für die nicht technisch-informierten Leser an dieser Stelle eine kurze Erklärung. “Krzzz” signalisiert einem recht deutlich, dass gerade bei einer drehenden Scheibe, welche sich innerhalb einer Festplatte befindet, der Schreib-Lese-Kopf an irgendeiner Stelle “aufgesetzt” hat – Fachleute sprechen vom sog. Headcrash. Das bedeutet im Grunde eines: die Festplatte ist ein Datengrab und kann nicht mehr verwendet werden. In meinem Fall war das sogar abzusehen, die Platte hatte mehr als fünf Jahre auf dem Buckel und gehört somit schon zum alten Eisen. Da sie aber nur als Backup-Platte fungiert, habe ich das als nicht weiter tragisch empfunden und wollte mich nach den Feiertagen drum kümmern. Aber wie so oft sollte es etwas anders kommen…

Der Piieeeeeep Des Todes

Zwischen den Jahren war ich nicht zu Hause, die vorhandene Hardware wird daher auch ordnungsgemäß heruntergefahren und mithilfe einer Überspannungsschutzsteckdose komplett vom Stromnetz getrennt.
Am 31.12.13, wieder daheim angekommen, wollte ich natürlich das NAS in Betrieb nehmen, also Steckdose anschalten und brzzz – mit einem kleinen Knall fliegt mir die die Sicherung um die Ohren! Komisch…, aber hier fehlt mir tatsächlich ein genauer Erklärungsgrund, wieso die Überspannungssteckdose einen Kurzschluss verursacht. Also schnell eine alternativ besorgt, angeschlossen und angeschaltet. Nun meldete sich das NAS nur noch mit einem lauten, eindringlichen: Piieeeeeeep. Der obligatorische Reboot brachte auch nur das grauenhafte Geräusch zutage, so dass ich weiter forschen musste. Laut Handbuch und der Anzeige der LEDs am Gerät war offensichtlich die Konfiguration des Raids (in meinem Falle Raid 1 mit zwei Platten) zerschossen und die Daten somit zwar noch auf der Platte vorhanden, aber eben nicht mehr für das NAS selbst lesbar… Okay, externe Festplatte Schrott, das NAS im Moment auch nur ein Haufen Datenmüll, jetzt muss erstmal Nachschub her!
Fix eine externes Gehäuse von inXtron Bestellt, dazu eine WD Red mit 2 TB Speichervolumen. Beides würde schon am 03.01.14 geliefert werden.

Ist Das Alles?

Natürlich nicht! Am 02.01.14 meldete sich plötzlich mein MBP, in dem es mir mitteilte, dass es auf eine bestimmte Datei keinen Zugriff mehr hätte und ich doch bitte die Disc Permission reparieren solle. Gut, das ist jetzt nichts Kriegsentscheidendes. Fix alle Programme gespeichert und los geht‘s! Nach kurzem Werkeln meldet sich dann das Festplattendienstprogramm, dass es doch bitte zum Reparieren der Disc-Permissions exklusiven Zugriff auf eben diese haben möchte, dies kann mithilfe eines Reboots gewährleistet werden, hm…na Ok, also Reboot – klick.
Das nächste was mein MBP angezeigt hat war ein riesiges Fragezeichen auf dem Bildschirm, welches auf nach mehrmaligen Rebooten nicht verschwinden wollte. Kein OSX lud hoch, gar nichts. Auch ein Single-User- oder ein Save-Boot brachten kein Betriebssystem zum Vorschein. Einzig der Reparaturmodus funktionierte und das von dort aufgerufene Festplattendienstprogramm meldete umgehend zwei gefundene Fehler, die es selbst nicht zu beheben imstande war.
Die EFI-Partion war verschoben:

Info Fenster EFI

Dies ist zwar ein Fehler, der in der Regel nicht vorkommen sollte, aber Okay, was ist bei mir hier gerade schon die Regel? Also Fix die EFI-Partition wieder repariert und es kann weiter gehen, ABER!
Fehler Nummer zwei war dann doch eine Nummer zu schwerwiegend.
Invaild B-Tree node Size:

Invaild B-Tree Error Info Screen

Der B-Tree ist im Grunde genommen – sehr sehr vereinfacht erklärt – die Grunddatenstruktur wie die Daten auf der Festplatte (in meinem Falle eine SSD) abgelegt werden. Das Betriebssystem merkt sich nicht wo genau welche Datei abgespeichert wird, sondern es wird ein Index erzeugt, der wiederum Referenzen hat, die Wissen wo die benötigten Dateien zu finden sind.
Da es sich, wie schon gesagt, um eine SSD handelt, die sich hier gerade weigert Ihre Daten zu finden ist das wiederherstellen dieses Baumes auch kein wirkliches Kinderspiel mehr. Da müssen dann schon Tools wie Disk-Warrior ran, aber, wie sollte es auch anders sein, auch die eingesetzten Tools versagten bei mir.

Kurze Zusammenfassung

Auf der haben Seite: Kaputte externe Festplatte, zerschossene Raid-Konfig und obendrauf noch eine zerschossene SSD im MackBookPro.
Zum Glück gibt es bei Apple den sogenannten Target-Disc-Mode dieser erlaubt es, einen Mac via FireWire an einen anderen Mac anzuschließen und vom Host aus auf die Daten des angeschlossenen Rechners zuzugreifen. Dies habe ich gleich genutzt, um erstmal die wichtigsten Dateien vom MBP auf den iMac zu sichern. Nachdem dies geschehen war konnte ich auch versuchen das MBP Neu zu installieren, bedingt durch die Tatsache, dass das wahrscheinlich sehr lange dauern würde (Dorf-DSL vs. 5GB Image) sollte das ganze über Nacht passieren.
Der nächste morgen: Installation canceled. Warum? Keine Ahnung! Auch ein zweiter Versuch schlug fehl.

Rsync Ist Dein Freund

Mittlerweile sind auch die bestellten Teile angekommen und wurden sogleich genutzt, die Daten der alter NAS-Platten zu sichern. Dies gestaltet sich nur insofern schwierig, dass das NAS als Datensystem ext4 verwendet und OSX damit erstmal nichts anzufangen weiß. Abhilfe schaffen zwei Tools, einmal Fuse for OSXund darauf aufbauend Ext4Fuse. Damit bekommt man die Platten zumindest ReadOnly gemounted. Mithilfe von Rsync konnten auch alle Daten gesichert werden, so dass zumindest das NAS wieder einigermaßen gesichert war, allerdings sollte man für diesen Vorgang ein wenig Zeit einplanen. Zumindest bei mir hat es bei rund 800GB an Daten eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis Rsync alle Daten kopiert hatte. Auch die vorher schon erwähnte Aperture Library funktionierte nach dem Kopieren tadellos, soviel zum Thema, dass die nur lokal gespeichert werden soll…

Neues MacBook Pro

Nachdem bei mir die Bastelfreude so langsam dem Bach runterging, ich obendrein Klausurphase hatte und auch wieder eine Mütze voll Schlaf bitte nötig war, habe ich mich am 05.01 dazu entschlossen, den ohnehin für dieses Jahr geplanten Kauf eines neuen MBP vorzuziehen.
Also Fix beim Apple Store in Augsburg vorbeigeschaut und mir ein 13“ Retina MBP gekauft. Hier sei kurz angemerkt, solltet Ihr Student sein, schaut nach ob Eure Uni / FH bei Apple on Campus mitmacht, hier bekommt Ihr nämlich nicht nur die üblichen 6% Bildungsrabatt sondern satte 12%!
Und gleich noch ein Tipp, solltet Ihr viele Daten via Netzwerk auf dem NAS bearbeiten, kauft euch gleich einen Thunderbolt auf Ethernet Adapter zum MBP, über WLAN kann man zwar hervorragend Surfen, aber zum schnellen Kopieren und Bearbeiten von Daten im Netzwerk taugt dieser Standard immer noch nichts!
Das ”Neue“ war dann, dank Backup des ”Alten", welches auf dem iMac lag auch recht zügig betriebsbereit und macht nun riesig viel Spaß.

Und Weiter?

Einen Tag später habe ich das NAS wieder neu aufgesetzt und die Daten zurückgespielt. Zwei Tage später fiel prompt eine der Platte im NAS aus, so dass ich gleich zwei neue Platten (WD-Red) bei unterschiedlichen Händlern gekauft und verbaut habe. Jetzt dürfte dann für`s erste ruhe sein mit Ausfällen aller Art, aber wer weiß…
Zudem habe ich mich jetzt für ein verschlüsseltes Online-Backup via Crashplan entschieden, dass ist dann für die absoluten Notfälle gedacht.

Das “alte” MacBook wird nun mit einer neuen SSD ausgestattet und verkauft.

Fazit Und Tl;dr

  • Macht immer euer Backups!

  • Ein NAS ist kein Ersatz für eine weitere Backup-Instanz!

  • Ein NAS bietet auch mit Raid 1, 5 oder 10 keine Datensicherheit!

  • Tauscht regelmäßig alte Festplatten aus oder nutzt mehrere Unterschiedliche!

  • Rsync ist dein Freund!

  • Vertraue bei allen Teilen, die Strom führen nur Qualitätsanbietern!

  • Apple hat an vielen Stellen sinnvolle Methoden um Daten zu sichern, oder zu retten, informiere dich darüber!

  • Macht immer euer Backups!