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Papierlos Glücklich

Ein sehr lange von mir gehegter Wunsch war es, das alltägliche Papierchaos welches in Form von Briefen, Notizen o.ä. über einen herein bricht zu bändigen.
Dazu bedarf es ein wenig Hardware, ein wenig Software und einem kleinen Workaround.

Die Hardware

Eigentlich alles was von Relevanz und auf Papier gedruckt ist, fliegt in meinen Fujitsu SnapScan ix500 der frisst vom einfachen A4 Format bis hin zur Visitenkarte alles, was man ihm in den Papierschacht wirft. Ein Traum!
Dazu kommen noch zwei stink-normale Ablagekästen, das war es auch schon.

Die Software

Hier benötige ich folgende Programme:

Unter OS X:

Unter iOS:

Workaround

In der Regel landet alles an Papier in meiner “Zum Scannen“-Ablage. Einmal die Woche wird diese dann Stück für Stück durch den ix500 gejagt, hierzu kommt meist das iPad, oder das iPhone mit der ScanSnap Connect App zum Einsatz. Als Scan-Format empfiehlt sich: PDF, bei höchster Kompression und in Graustufen. Das reicht vollkommen.
Vom ScanSnap aus schiebe ich die Dokumente dann in meinen Ordner ‘ScanInbox‘, welcher sich per Bittorrent Sync mit dem entsprechenden Pendant auf dem Mac unterhält.
Jetzt kommt Hazel zum Einsatz. Eine Regel überwacht den Ordner ‘ScanInbox‘, sobald hier PDF Dateien abgelegt werden, werden diese per folgendem AppleScript an PDFPen weitergeleitet:

tell application "PDFpen 6"
open theFile as alias
tell document 1
ocr
repeat while performing ocr
delay 1
end repeat
delay 1
close with saving
end tell
tell application "PDFpen 6"
quit
end tell
end tell

Durch dieses kleine Script werden die PDF-Dateien per OCR (Texterkennung) für Spotlight durchsuchbar gemacht.
Im Anschluss werden die Dateien per Hazel in ein Folder Namens ‘ToProgress’ verschoben und weiterverarbeitet. Dabei werden immer wiederkehrende Dateien anhand ihres Inhaltes entsprechend umbenannt. So wird zum Beispiel die monatliche Telefonrechnung von Vodafone direkt in: ‘Vodafone – iPhone – Monat’ umbenannt und ein entsprechendes Verzeichnis in der Dropbox abgelegt.
Da ich generell kein Freund davon bin alle, meine Daten direkt der NSA und Co preiszugeben sind eben diese Verzeichnisse mit Hilfe von Boxcryptor verschlüsselt. o ist sichergestellt, dass niemand ausser mir lesenden Zugriff auf diese Dateien bekommt  – gerade weil alles bei mir gescannt wird,  (Auch Versicherungs-Policen o.ä.) ist mir dieser Punkt besonders wichtig.

Zur automatischen Datei-Benennung mittels Hazel ist noch zu sagen, dass hier der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Schaut euch eure gescannten Dokumente genau auf wiederkehrende Begriffe an, diese lassen sich in der Regel leicht dank OCR erkennen und die Datei entsprechend weiterverarbeiten. Je mehr Vorarbeit ihr hier leistet, desto weniger Arbeit habt ihr in der Nachbearbeitung. Die Dateien, die nicht automatisch weiterverarbeitet werden, benenne ich ‘per Hand’ um und sortiere sie in ihre entsprechenden Ordner.

Wie ihr seht – alles recht simpel, die benötigte Software ist zwar nicht ganz billig, aber gerade Hazel und Boxcryptor sind Ihr Geld allemal wert!

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Triglav – König der Julischen Alpen

Da unser gemeinsamer Sommerurlaub leider etwas kürzer ausfallen musste, haben wir kurzerhand beschlossen, nochmals nach ins gut erreichbare Slowenien zu reisen und unter anderem den Triglav zu besteigen. Als höchster Berg Sloweniens sicherlich ein Lohnenswertes Ziel.

Am 16. August ging es für uns von einem kleinem, aber sehr empfehlenswerten Campingplatz in Dovje in Richtung Vratatal zum Parkplatz am Aljazev Dom mitten im Nationalpark Julische Alpen. Die Reise dorthin entpuppt sich, typisch Slowenisch, als eine mehr oder weniger befestigte 10km lange Straße mit stellenweise 20 Prozent Steigung. Mit dem Wohnmobil war das ganze machbar, ist aber nur bedingt zu empfehlen – bei Gegenverkehr bleibt kaum Spielraum für etwaige Verkehrsmanöver.

Kaum ist die Straße zu Ende, steht man auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz (5,- Euro, egal wie lange man bleibt) und kann auch schon losmarschieren.

Endlich am Parkplatz angekommen
Endlich am Parkplatz angekommen

So machten wir uns um halb neun am Morgen auf den Weg. Aufgrund diverser Recherchen hatten wir beschlossen die West-Ost Überschreitung des Triglav anzugehen. Das heißt: Aufstieg zum Luknja Pass, von dort über den Bambergweg und den Gipfel Sfinga zum Gipfel des Triglav. Von dort dann Abstieg über den kleinen Triglav zur Dom Planika, wo wir übernachtet haben.

Der Aufstieg zum Luknja Pass
Der Aufstieg zum Luknja Pass
Der Gipfel des Sfinga
Der Gipfel des Sfinga

Somit hatte die Tour im Aufstieg am ersten Tag knapp 2100 Höhenmeter, was man nicht unterschätzen sollte. Die technischen Herausforderungen der Tour halten sich allerdings in Grenzen, bis auf ein paar ausgesetzte Stellen gab es für uns eigentlich keine Schwierigkeiten. Zur Not sind auch diverse Seilversicherungen und Drahtstifte vorhanden. Wer also nicht trittsicher oder schwindelfrei ist, sollte unbedingt ein Klettersteigset mitnehmen!

Es ist auch ein kleines Schneefeld zu queren, dafür aber Steigeisen mitzunehmen wäre übertrieben. Wer unsicher ist, nimmt ein paar Grödel mit, das reicht vollkommen.

Ausgesetzte Passagen am Bambergweg
Ausgesetzte Passagen am Bambergweg
Rund 100HM Eisfeld gilt es zu Queren
Rund 100HM Eisfeld gilt es zu Queren
Unterwegs trafen wir viele Gämsen, aber leider keine Steinböcke.
Unterwegs trafen wir viele Gämsen, aber leider keine Steinböcke.
Die Gipfelrakete ist in Sicht!
Die Gipfelrakete ist in Sicht!

An den Wochenenden gibt es auf dem Gipfel jemanden, der Radler, Bier und Limo verkauft (alles rund sieben Euro). Anja hat das Angebot gleich dankend angenommen.

Nach rund 7h Aufstieg ein verdientes Gipfelradler!
Nach rund 7h Aufstieg ein verdientes Gipfelradler!

Im Gegensatz zum Aufstieg über die Westseite, ist der Abstieg über die Ostseite fast durchgehend mit Seilen versichert. Hier macht sich deutlich bemerkbar, dass von hier aus die meisten Gipfel-Aspiranten von den Hütten aus zum Gipfel steigen.

Dom Planika ist nach rund einer Stunde erreicht.
Die Hütte ist sauber und in Ordnung, allerdings sollte man sich damit abfinden, dass es auf dieser Höhe kein fliessendes Wasser gibt und die sanitäre Situation sich somit auf zwei Plumpsklos für rund 80 Personen beschränkt… Die Übernachtung selbst hat uns rund 20 Euro gekostet. Hinzu kommt ein Essen (rund zehn Euro p.P.) und das Frühstück für sechs Euro p.P.

Hinweis: Entgegen anderslautenden Informationen im Netz, ist es sehr wohl möglich auf der Dom Planika zu reservieren!

Die Hütte bereits in Sicht.
Sonnenaufgang auf rund 2400hm
Sonnenaufgang auf rund 2400hm
Schattenspiele
Schattenspiele

Am nächsten Morgen sind wir noch zur Triglavski Dom gewandert und von dort aus über die Dom Stanica und den Pragweg abgestiegen.

Der Abstieg über den Pragweg ist ebenfalls technisch vollkommen problemfrei. Es gibt lediglich eine kleiner Kletterstelle durch ein Wandstück. Diese ist aber mehr als ausreichend durch Stifte und Seile abgesichert. Allerdings ist das Tragen eines Helmes während der gesamten Tour obligatorisch! – zu groß ist die Gefahr von herabstürzenden oder losgetreten Steinen getroffen zu werden.

Genau da geht es runter – daher auch die Helmpflicht!
Genau da geht es runter – daher auch die Helmpflicht!
Der Blick zum zurück Luknja Pass
Der Blick zum zurück Luknja Pass

Alles in allem eine sehr schöne Tour, jedoch darf man nicht erwarten, hier alleine zu sein, laut einer Legende muss jeder Slowene mindestens einmal in seinem Leben auf dem Triglav gestanden haben und es gibt anscheinend viele davon…

Das Gipfelbild darf nicht fehlen.
Das Gipfelbild darf nicht fehlen.
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The Ocean Cleanup

Normalerweise bin ich nicht allzu sehr für irgendwelche Crowdfounding Kampagnen zu begeistern. Diese hier ist allerdings eine Ausnahme.
Das was Boyan auf die Beine stellen möchte, verdient den allergrößten Respekt und obendrein eigentlich jede müde Mark die man entbehren kann.
Also, mitmachen!

The Reality
Millions of tons of plastic are polluting our oceans, killing at least one million seabirds and one hundred thousand marine mammals each year. Impacting human health and causing billions of dollars of economic damage.

We should of course close the tap, preventing any more plastic entering the oceans in the first phase. But this is not a solution to the plastics trapped and persisting in the centre of the oceans. However, a clean-up of our oceans has always been deemed impossible, costing billions of dollars and thousands of years.

On June 3rd 2014, Boyan and his team of 70 experts proved the concept feasible. But he now needs your help, to turn it into reality.

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Link: The Ultimate Guide to Solving iOS Battery Drain

Schluss, aus und Vorbei! Genau das hat sich wohl auch ein Apple-Store Mitarbeiter gedacht, als er die ganze Mythen und Weisheiten rund um die Verlängerung der Akku-Laufzeit eures iPhones / iPads gesehen hat.

Also hat er sich hingesetzt und einen Guide geschrieben, den man tatsächlich für voll nehmen kann.

Insbesondere den 3. Punkt sollten viele von euch zweimal lesen.

Step 3: Stop Quitting Your Apps in Multitasking

iOS 7 made it super fun to close your apps: all you have to do is double-click the home button and swipe up on the app preview to blast it into a digital black hole.

What most people tell you is that closing your apps will save your battery
life because it keeps the apps from running in the background.

Wrong.

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Tipp: Chromium Update mit Alfred Workflow

Seit einiger Zeit nutze ich nun Chromium als Hauptbrowser und bin auch sehr zufrieden damit. Endlich ein moderner Browser, der nahezu alle gängigen Webstandards unterstützt und obendrein nicht alles was ich tue “nach Hause telefoniert”.
Einzig die Tatsache, dass er keine Auto-Update Funktion besitzt störte mich ein wenig.

Um dieses Problem zu lösen habe ich verschiedenste Extensions, Add-Ons und PlugIns ausprobiert, aber keine hat auch nur ansatzweise funktioniert. Letztendlich erfüllt nun ein kleiner Workflow für Alfred genau meine Vorstellungen. Der macht genau das, was ich möchte, wann ich es möchte. Bingo.

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Tour zur Zugspitze

Nun klettern und steigen meine besser Hälfte und ich schon seit einiger Zeit auf viele Berge, aber auf der Zugspitze, dem höchsten Gipfel Deutschlands, waren wir bisher noch nie. Zeit also, das zu ändern. Allerdings war die Tour von ein paar Ereignissen geprägt, die mich nachdenklich gestimmt haben.

Unser Ziel: Die Zugspitze

Am Pfingstsonntag ging es um fünf Uhr von Weißenburg aus nach Hammersbach auf eine Höhe von 770m. Die Aufstiegsroute verlief über das Hölltalklamm, die Hölltalklamm und über den Hölltal-Klettersteig zum Gipfelkreuz.

Da die Hölltalangerhütte dieses Jahr renoviert wird, hat der Wanderer auf dem gesamten Aufstieg – immerhin 2224 Höhenmeter – mit Ausnahme der Klammeingangshütte keine Möglichkeit sich zu verpflegen oder zu übernachten.

Um acht Uhr sind wir in Hammersbach am Parkplatz (4 Euro pro Tag) gestartet. Die ersten Stunde wanderten wir einen Forstweg stetig steigend ins Tal hinein.

Der Weg zur Hölltalklamm

Ehe man sich versieht, steht man am Eingang der Klamm (1047m). Hier werden für Mitglieder des Alpenvereins ein Euro Eintritt fällig. Diese werden zum Erhalt der Infrastruktur verwendet, Nichtmitglieder zahlen vier Euro.

In der Klamm war es wegen des vielen Schmelzwassers sehr nass. Wer an diesem Tag nicht durch das herabtropfende Wasser der umliegenden Felswände völlig durchnässt werden wollte, durchschritt die Passage möglichst rasch.

Viel Wasser in der Klamm

Nach der Klamm ging es noch ein paar Minuten weiter Bergauf. Bald erreichten wir die Baustelle wo zuvor einmal die Hölltalangerhütte (1381m) gestanden hat – die Neueröffnung ist für 2015 geplant.

Ziel schon

Vor dort aus geht es über deutlich alpineres Gelände zur ersten kleineren Steigpassage. Diese ist relativ harmlos und sehr gut mit Drahtseilen und Stahlstiften gesichert.

Der erste richtige Felskontakt

Die Kletterei war schnell vorbei, weiter ging es über viel Schotter über einen kleinen Pfad zum Hölltalferner. An diesem angekommen hieß es für uns: Steigeisen anziehen! Es lag noch sehr viel Schnee auf dem Gletscher, so dass die Spalten geschlossen waren – aber sicher ist sicher. Am Gletscherrand trafen wir auch auf weitere Aspiranten für den Gipfel, ein Team aus drei Kletterern aus Tschechien, eine Seilschaft von Sieben aus Polen und jeweils zwei Duos aus Deutschland.


Der Hölltalferner mit viel Schnee

Der Gletscher selbst ist unspektakulär, leicht geneigt geht es nach oben in Richtung Fels, zuletzt nochmals ein wenig steiler, aber nichts was erfahrene Kletterer absichern müssten. Eine der Schlüsselstellen der Tour ist der Übergang vom Gletscher zurück an den Fels – die sogenannte Randkluft (auf etwa 2400m).

Wegen der Schneeschmelze war der Gletscher nicht mehr direkt mit dem Fels verbunden und es musste eine “Spalte” von rund einem Meter Breite überwunden werden. Dies war aber bei uns nicht der Fall, der Schnee reichte nahezu bis an den Fels, die Kluft war mit 10–15cm Breite noch angenehm klein und die Schneebrücken machten auch noch einen stabilen Eindruck.
 Leider verlor ein Mitglied meiner Gruppe hier ein Steigeisen, dieses ist beim Ausziehen leider genau in eines der Schneelöcher der Randkluft gefallen.
Das sollte leider nicht das einzige Problem an diesem Tag bleiben…

Der letzte Anstieg zur Randkluft

Blockaden im Steig

An der Randkluft hörten wir auch zum ersten Mal von Problemen im oberen Teil des Steiges. Zwei Bergsteiger kamen von oben wieder herunter und berichteten, dass etwa 25(!) Personen im letzten Teil des Steiges feststecken würden – sie hätten kein Seil, keine Steigeisen, oder schlicht gar nichts dabei. Da das Sicherungsdrahtseil aber unterhalb des Schnees lag und somit keinerlei Sicherungsmöglichkeit bestand, würden Sie sich nun weder vor noch zurück trauen. Nach kurzer Beratung mit meiner und auch mit den anderen Gruppen – alle nachkommenden hatten jeweils ein Seil und entsprechende Ausrüstung dabei – wurde beschlossen weiter aufzusteigen und zu schauen, ob wir nicht irgendwie helfen können.

Der zweite Teil des Klettersteiges ist, ähnlich wie der erste, vom technischen Anspruch recht anspruchslos. Einzig die Ausgesetztheit an einigen Passagen lässt manche ein wenig tiefer durchatmen. Was noch erschwerend hinzukam war die Tatsache, dass auch schon im unteren Teil einige Passagen des Drahtseiles noch unter der Schneedecke lagen und man somit Seil- und Sicherungsfrei gehen musste. Das erfordert ein wenig Konzentration und Wachsamkeit, ist aber in der Regel kein Problem. Dachte ich zumindest.


Wir waren etwa 200hm unterhalb des Gipfels und konnten die Szenerie oberhalb von uns gut beobachten. Die Bergwacht war mittlerweile alarmiert worden und hatte begonnen, die Personen, die im Schneefeld hängen geblieben waren per eingerichteter Seilwinde zu bergen, als hinter uns ein lauter Schrei zu vernehmen war.


Einer der polnischen Bergsteiger war an einer ungesicherten Stelle abgerutscht, rund 15 Meter in die Tiefe gestürzt und lag nun regungslos auf einem kleinen Absatz. Nach kurzer Absprache mit dem Rest der polnischen Gruppe und den nachfolgenden Bergsteigern wurde uns signalisiert, dass versucht wird, den Verletzten zu bergen, der mittlerweile wieder bei Bewusstsein war. Der Ort des Geschehens war von uns aus gesehen recht weit weg und es waren genug Personen vor Ort, so dass wir erst mal abgewartet haben was passiert. Zudem konnten wir von unsere Position aus sowohl mit der Bergwacht, die ja oberhalb zugange war, als auch mit den Gruppen am Ort des Geschehens kommunizieren.
Die Bergwacht hat auch gleich gefragt, was los sei und ob Hilfe benötigt würde. Dies wurde nach einigem hin und her (leider spricht keiner von uns Polnisch) bejaht und es wurde der Heli verständigt.

Zwischenzeitlich war der Verunfallte schon wieder auf dem Steig und wurde versorgt. Zum Glück hatte er nur ein paar Schürfwunden und einen Schock – er wollte nämlich gleich weiter aufsteigen. Nachdem ihm aber klargemacht wurde, dass bald der Heli seinetwegen hier erscheinen würdem hat er wohl den Ernst seiner Lage verstanden.

Nach weiterer Absprache mit der Bergwacht wurde vereinbart, dass wir alleine weiter zum Gipfel aufsteigen würden. Schließlich hatten wir ja genug Seile dabei – weit gefehlt, was ich bis dato nicht wusste: das Seil der polnischen Bergsteiger war nämlich mit in die Tiefe gestürzt und nicht mehr erreichbar.

Also mussten wir uns mit zwei 15 Meter und einem 30 Meter und insgesamt 13 Leuten den Weg zum Gipfel erarbeiten. Dies haben wir durch die Einrichtung von Fixseilen realisiert, die immer, wenn sich ein Sicherungspunkt ergeben hat, eingerichtet wurden. Letztendlich haben wir für die letzten 150 Höhenmeter zum Gipfel fast vier Stunden gebraucht. Normalerweise wäre die gleiche Strecke in rund 30 Minuten zu bewältigen gewesen. Sie war zwar voller Schnee und Sicherungen waren nur sporadisch vorhanden, aber mit Steigeisen und Pickl ist das ein recht einfaches Unterfangen, sofern man sicher auf seinen Füßen steht.

Es wurde Fixseile von uns eingerichtet

So standen wir letztendlich um 20 Uhr am Abend am Münchner Haus und wurden dort gut bewirtschaftet. Ein kurzes Gespräch mit dem Hüttenwirt brachte zutage, dass das, was wir erlebt haben keine Ausnahme war, sondern die Regel!!!

Das Gipfelkreuz im Abendrot

Was bleibt

Ist erneut die Erkenntnis, dass viele “Bergsteiger” die alpinen Gefahren vollkommen unterschätzen und meinen, dass solch eine Unternehmung ein einfaches Unterfangen sei. Dazu kommt, dass selbst wenn ein wenig Material vorhanden ist, mit diesem kaum oder gar nicht richtig umgegangen werden kann. Standplatzsicherung, ein einfacher Prusik? – Fehlanzeige!
Zugegeben, die Situation ist natürlich eine andere wenn man gerade gesehen hat, wie ein Mensch fast zu Tode gekommen ist. Aber gerade dann sollte man seine Sieben Sinne beisammen halten und zumindest die Selbstsicherung beherrschen.
Also, hier nochmals der Aufruf an alle, die irgendwann mal planen ins Gebirge zu gehen:

  • Macht euch mit den Bedingungen vor Ort vertraut, wir hatten z.B. den DAV in GAP angerufen und gefragt wie es am Steig ausschaut.
  • Nehmt entsprechende Ausrüstung mit, nur weil irgendjemand, irgendwo im Internet geschrieben hat, dass ‘Er’ das ohne gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass Ihr das auch könnt. Jeder hat irgendwann mal ein kopfmäßiges Tief und ist froh, wenn in solch einer Situation ein Seil, oder eine Sicherungsmöglichkeit in Form von Bandschlingen o.ä. vorhanden sind.
  • Zumindest ein kurzes Seil sollte bei den meisten Touren im Gepäck sein.
  • Schaut euch den Wetterbericht an, an diesem Wochenende waren es selbst auf >2500hm noch über 30Grad in der Sonne, somit ist die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit enorm wichtig!
  • Hört auf euren Körper – niemand sollte euch böse sein, wenn Ihr körperlich oder seelisch nicht mehr in der Lage seid weiterzugehen. Lieber frühzeitig Bescheid geben, als im Nachhinein die Gruppe unnötig durch eine unüberlegte Handlung in Gefahr zu bringen.
  • Besucht Kurse und Fortbildungen. Der DAV bietet regelmäßig Grundkurse im Fels und Eis an. Hier werden die Grundlagen für sicherheitsbewusstes verhalten im Gebirge gelehrt.

Ich hoffe, dass diejenigen die diesen Artikel lesen, sich nochmals Gedanken machen, ob die geplante Tour auch wirklich das Richtige ist. Schließlich wollen wir doch alle wieder gesund und munter vom Berg herunterkommen.

PS: Auch die Bergwacht hat über den Pfingstsonntag einen Bericht verfasst.

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Kurz Vorgestellt: Doppelte Anmeldesicherheit







Da das Thema Sicherheit im Moment hoch im Kurs steht, möchte ich euch hier eine einfache und sehr effiziente Methode vorstellen, wie Ihr die Anmeldung bei diversen Online-Diensten noch sicherer gestalten könnt – die doppelte Anmeldesicherheit (Two-Factor-Authentication).

Ihr könnt euch das ganze als ein Einmal-Passwort vorstellen, welches ihr neben Benutzername und Kennwort zum Anmelden benötigt. Dieser Code wird euch entweder per SMS oder per Authenticator-App auf euer Mobiltelefon übermittelt und ist nur eine begrenzte Zeit gültig.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand – stellt euch vor, jemand bekommt den Benutzernamen und das Kennwort für einen Online-Account mit, sei es durch Ablesen der Tastatureingaben, Phishing oder irgendeine andere erdenkliche Möglichkeit. Ohne Two-Factor-Authentication (kurz 2FA) hätte diese Person nun sofort Zugang zum Account, mit 2FA würde dazu jedoch noch das Mobiltelefon und der generierte Code benötigt werden: und wie wahrscheinlich ist es, dass Ihr euer Mobiltelefon unbeaufsichtigt aus der Hand gebt? Eben ­– wohl kaum…

Ja Wie Jetzt

Die beste Übersicht der Dienste die 2FA anbieten findet ihr bei TwoFactorAuthList.
Falls der gewünschte Dienst keine doppelte Anmeldesicherheit anbietet, ist es möglich ihm gleich über die Seite darauf hinzuweisen – macht bitte davon Gebrauch! Nur wenn sich viele Menschen melden und den Dienstanbieter betrollen, besteht überhaupt die Chance, dass sich daran was ändert.

Als Apps bietet sich die kostenlosen Varianten des Google Authenticator oder HDE OTP an, letzterer ist jedoch mein Favorit.

Eine weitere Alternative wäre die Authentifizierung via SMS. Dies würde ich allerdings nur wählen wenn nichts anderes möglich ist – zu oft wartet man nämlich genau dann auf den Freischalt-Code wenn es mal schnell gehen muss!
Ein Rat zum Ende: Ihr bekommt beim aktivieren der doppelten Anmeldesicherheit in der Regel einen Wiederherstellungsschlüssel, dieser sollte gut und sicher verwahrt werden, er ist im Zweifel die einzige(!) Möglichkeit wieder an euren Account zu gelangen.

Ihr seht also; die doppelte Anmeldesicherheit ist ein ziemlicher Zugewinn an Sicherheit und relativ schnell eingerichtet, es gibt also keinen Grund diese nicht zu aktivieren!