Skibau Workshop

Einen Ski selber bauen, von dieser Idee hörte ich vor rund 5 Jahren das erste mal. Damals habe ich es noch als ein schöne Idee ohne große Zukunft abgetan, vor allem, weil mir ganze viel zu teuer erschienen ist und ich der Meinung war, dass ein Handgemachter Ski niemals die Qualität eines Industriell gefertigten Exemplaren erreichen kann.
Diese Meinung blieb bestehen, bis ich vor ein paar Wochen im Rahmen eines Urlaubs in Zwiesel am Glasberg Florian und Pavla kennengelernt habe. In Ihrem gemütlichen kleinen Restaurant am Fuße des kleinen Ski-Übungshanges waren jede menge Holzski die sofort meine Aufmerksamkeit hatten. Ansprechend Schön, Außergewöhnliche Formen und ein Gewicht, dass selbst bei teuren Serienskis seines gleichen sucht. Schnell kamen wir ins Gespräch und es stellte sich raus, das Florian diese Ski alle in Handarbeit, nicht weit vom Glasberg entfernt, im Tschechischen Špicak selbst baut.
Meine Neugier war geweckt und da ich obendrein auf der Suche nach einem neuen Tourenski war, wollte ich das Experiment wagen. Zudem war der Preis absolut im Rahmen, vergleichen mit einem Serienski der im Fachhandel bezogen wird. Doch dazu später mehr.

Auch Snowboards baut Florian selbst
Auch Snowboards baut Florian selbst

Zwei Optionen zum Traumski

Zwei Wege führen zum Ski. Erstens, man bestellt bei Florian quasi seinen Wunschski. Nach ein paar Fragen zum Fahrverhalten, Einsatzzweck und den Vorstellungen des Fahrers baut Florian den Ski und schickt Ihn dem Kunden zu, Bindung und Felle können gleich mitbestellt, oder ggf. Selbst montiert und zugeschnitten werden. Das ganze dauert in der Regel zwei Wochen, danach kann man seine neue Errungenschaft gleich ausgiebig Testen.
Die zweite Option ist ein Wochenendworkshop in dem man sich seien Ski unter Florians Fachkundiger Aufsicht selbst bauen kann. Hier erfährt man deutlich mehr Details zum Aufbau eines Skis und die Funktionsweise der Verscheiden Materialien. Obendrein kann man sich den Ski komplett frei gestalten und hat somit ein absolutes Unikat in den Händen. Für mich war klar: So etwas möchte ich! Noch in Zwiesel besprechen wir schon die ersten Details.

Planungen

Das zweite Märzwochenende sollte der Termin werden an dem ich Florian in Špicak besuche und wir meinen Ski bauen. Vorher gilt es jedoch noch einige Parameter zu klären. Wir sprechen bereits vorab ein paar Mögliche Optionen wie mein Ski aufgebaut werden soll, hier ist vor allem der Einsatzzweck wichtig. Schließlich hat ein Ski der auf der Piste gefahren wird einen anderen Aufbau als der eines reinen Tourenskis. Grundsätzlich waren wir uns schnell einig, dass lag vor allem daran das Florian geduldig alle Fragen klärt und einen immer mit den nötigen Hintergrundwissen versorgt.
Das einzige worum ich mich selbst kümmern musste, waren Bindung, Harscheisen und Felle. Hier hatte ich schnell einen Favoriten im Auge, von dem ich schon viel gutes gehört habe. Die ATK Raider 12 2.0 sollte es werden. Als Fell wollte ich wieder ein sogenanntes Adhäsionsfell. Damit hatte ich in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht und warum sollte man bewährtes Aufgeben? Da MP Sports die Gecko Felle nicht in der gewünschten Breite nicht liefern konnte, habe ich ein Kohla Vacuum Base Zero Bestellt. 
Selbstverständlich sollte man Bindung und Felle dem Einsatzzweck entsprechend Kaufen. Vor allem empfiehlt es sich, dringend vorab mit Florian über die Mittelbreite des zu bauenden Skis gesprochen zu haben. Sonst wird es bei der Bindungsmontage Spannend, wenn die Stopper oder Harscheisen nicht passen, oder die Felle zu schmal, oder zu kurz/lang sind.

Jetzt gehts los

Freitag Mittag ging es mit der Familie los in Richtung Tschechien. Vor-Ort angekommen sind wir freundlichst Willkommen geheissen worden. Wir hatten das Glück, dass wir gleich das AirBNB von Florian und Pavla beziehen konnten. Dieses liegt quasi Vis-à-vis zur Werkstat und in Reichweite des Skiliftes, so dass die Familie auch eine Beschäftigung hatte, während ich am Ski bastel. Am Freitag hat uns Florian noch die Werkstatt und einige seiner Schätze gezeigt. Nur soviel, es ist beeindruckend was alles möglich ist, wenn man Ski selber baut. Sein letztes Stück war ein 205cm Langer Ski mit einer Mittelbreite von 125mm der gut sichtbar in Werkstatt platziert war.
Während wir die unterschiedlichsten Ski und Kiteboards bewunderten, haben wir uns über das Kernholz meines Skis unterhalten. Prinzipiell ist hier alle möglich, es kommt halt darauf an was der Fahrer möchte. Auch hier steht Florian aber mit Rat und Tat zur Seite. Letztendlich haben wir uns für einen Bambus Kern entschieden. Leicht und dennoch sehr Stabil und Laufruhig waren die Argumente die mich überzeugt haben. Optisch wollte ich den Ski noch mit einem anderen Oberflächenholz versehen. Mein Plan war ursprünglich Olivenholzoptik, dieser ist jedoch schnell verworfen worden, da ich Kernesche als Furnier deutlich ansprechender fand. Den Abschluss am Freitag bildete die Diskussion welche Skilänge und welcher Taillierung es werden sollte.
In meinem Fall haben wir uns Grob an meinem Vorgängerski Orientiert. Ein Hagen Wai-Flow, 173cm Lang und einer Taillierung von 130-87-117. Der neue würde etwas länger und unter der Bindung etwas Breiter werden.

Eine kleine Auswahl an selbstgebauten Skiern
Mehr Boards
Mehr Boards

Sägen, Schleifen, Feilen

Am nächsten morgen ging es früh los. Zuerst wurde der Rohling ausgeschnitten und entsprechend auf einer festen Unterlage fixiert. Dieser ist die Schablone für die Beläge die im zweiten Schritt mithilfe einer Oberfräse geschnitten werden.

Auch der Rohling will erstellt werden
Der Rohling!
Der Rohling!

Im Anschluß werden die Kanten an die Beläge angepasst und zurechtgebogen und geschnitten. Um einen optimalen Halt zu gewährleisten und später weniger Aufwand durch herumfliegende Kanten zu haben werden sie gleich mit Kleber an den Belägen fixiert.

Beläge ausschneiden...
Beläge ausschneiden…
Kanten kleben!
Kanten kleben!

Danach ist der Skikern an der Reihe. Das Bambus wird als große Platte geliefert. Diese wird zuerst grob auf Länge geschnitten und anschließend mit der Oberfräse entsprechend in Form gebracht. Hierzu hat Florian sich einen kleinen Tisch gebaut der Links und Rechts Aluprofile montiert hat. Diese geben den Dickenverlauf des Skis und damit den Flex vor. Also von der Mitte des Skis zu den Enden hin immer dünner werdend. Hier merkt man zum ersten Mal wie Hart Bambus wirklich ist. Die Oberfräse hatte ordentlich zu tun!

Kernmaterial bearbeiten
Kernmaterial bearbeiten

Die letzten Schritte vor dem eigentlich kleben sind schnell erledigt. Mithilfe der Beläge suche ich mir auf dem Furnier ein entsprechendes Muster aus. Jetzt müssen die Glasfasermatten und die Carbonverstärkungen geschnitten werden, so dass später beim Kleben keine Zeit verloren geht.

Glasfaser und Carbon geben Stabilität und Flexibilität an den richtigen stellen

Sandwich bauen

Der Teil der nun folgt ist der, wo nicht getrödelt werden darf. Florian mischt ein Epoxid-Harz an, welches die einzelnen Teile meines Skis zusammenhalten soll. Dieses Harz härtet aber bereits nach 45min an. Somit müssen wir beim zusammenkleben ein wenig Gas geben.

Schicht für Schicht...
Schicht für Schicht…
...wird ein Ski draus!
…wird ein Ski draus!

Nachdem das Furnier ebenfalls bestens mit Harz getränkt ist, verpacken wir den Ski mit Hilfe diverser Folien um ihn in den nächsten 12h im Vakuum-Ofen zu backen. Hierbei härtet das Harz vollends aus und durch das Vakuum wird obendrein das überschüssige Harz aus dem Ski gezogen. Das hat Wiederrum Vorteile beim Gewicht.

Das Furnier bildet den Abschluss
Das Furnier bildet den Abschluss

Kleiner Funfact von Florian: In der Industrie wird im Schnitt pro Ski rund 1kg Harz verwendet. Bedingt durch die Tatsache, das hier der Ski in eine Presse kommt, bevor er gebacken wird bleibt dieses Harz nahezu vollkommen im Ski. Wir hingegen haben bei meinem Ski rund 700gr Harz verwendet, wovon einiges wieder durch das Vakuum herausgezogen wurde.

Folie, damit auch alles dicht bleibt!
Folie, damit auch alles dicht bleibt!
Chamber und Rocker werden eingestellt.
Chamber und Rocker werden eingestellt.

Sägen und Schleifen

Am nächsten morgen kann ich es kaum erwarten den Ski endlich auszupacken!

Im nächsten Schritt werden die noch zusammenhängenden Skier mit der Stichsäge voneinander getrennt. Dann kommt die Feile zum Einsatz um die Kanten und Seitenwagen vorzuschleifen. Den Restlichen Schliff erledigt Florian dann auf der großen Schleifmaschine.

Das Paket am nächsten morgen.
Das Paket am nächsten morgen.
Auspacken und Ausscheniden
Auspacken und Ausscheniden
Wangen feilen...
Wangen feilen…

Noch sind wir aber nicht fertig, zum Finish gehören noch zwei Aufkleber die ich mir gewünscht habe. Diese werden mithilfe eine Thermosublimationsdruckers vorher gedruckt und dann unter einer Schicht Epoxid Top Coat auf dem Ski verewigt. Das ganze muss natürlich auch nochmals für 2h in den Ofen.

Natürlich darf die Herkunft des Skis nicht fehlen
Natürlich darf die Herkunft des Skis nicht fehlen

Der Abschluss findet ohne mich statt, im letzten Schritt werden die Beläge und Kanten geschliffen und von Kleberesten befreit. Dies geschieht aber auf dem Großen Industrieschleifer der in Zwiesel steht und wird von Florian am darauffolgenden Montag erledigt.

Bindungsmontage...
Bindungsmontage…
Bindungsmontage.
Bindungsmontage.
Der fertige Ski vor dem finalen Schliff
Der fertige Ski vor dem finalen Schliff
Fix und Fertig
Fix und Fertig

Fazit

Es ist eine wundervolle Erfahrung einen Ski selbst zu bauen. Man lernt unendlich viel über die verschieden Möglichkeiten das Fahrverhalten mit ein paar Kleinigkeiten zu verändern. Vor allem, wenn man einen guten Lehrer wie Florian hat.
Wer jetzt denkt, ich hab zwei linke Hände, das würde ich ja niemals in Eigenregie schaffen, der irrt. Wenn es brenzlig wird, legt Florian selbst Hand und man bekommt auch immer vorab ein Stück zum üben.
Was das ganze kostet?
Ganz einfach: Ein ganz normaler All-Mountain Ski wie ich Ihn jetzt bei Florian gebaut habe kostet 599,- Euro. Hinzukommen extras wie die Aufkleber, die er selbst zukaufen muss und das Furnier. Das könnt Ihr aber auch selbst mitbringen, redet hierfür einfach mit Florian. Falls Ihr besondere Wünsche hab, wie zum Beispiel einen reinen Carbonski wird es natürlich teurer. Aber im Vergleich zum Ski von der Stange immer noch Verhältnismäßig.

Ach ja, die Fakten zu meinem neuen Ski:
175cm lang, Taillierung: 132-92-120 und ein Gewicht von 1080gr pro Ski inkl. Bindung.

Jetzt freue ich mich schon darauf Ihn endlich Live zu testen!

Update:

Leider ist Flo Hollmann im August 2019 bei einer Radtour viel zu früh von uns gegangen. Ruhe in frieden und nochmals danke für alles!

Erfahrungen mit Mister Spex

Meckern kann und tut im Internet jeder, so möchte ich hier das Gegenteil versuchen und euch von meinem, Spoiler: Durchweg sehr positiven, Einkaufserlebnis bei Mister Spex berichten.

Alle Jahre wieder kommt man als Brillenträger an den Punkt, dass ein neue Brille fällig wird, sei es weil die Sehstärke sich ändert, oder weil eine aktuellere Fassung gewünscht wird.
Dann heisst es auf zum Optiker, sehr viel Geld bezahlen und am Ende mit einer neuen Brille dastehen. Was mich hierbei gestört hat waren zweierlei Dinge: Zum einen, war die Auswahl an Möglichen Marken und Fassungen immer lokal auf den einen Optiker beschränkt, zum anderen fand ich die angebotenen Preise immer recht happig.

Hier kommt dieses Internet ins Spiel. Eine schnelle Suche hat mir Mister Spex vorgeschlagen. Die Auswahl dort ist riesig und auch der Service liest sich so als wenn keine Wünsche offen bleiben. Zudem ist der Preis der dort für Brillen (Fassung und Gläser) aufgerufen wird definitiv um ein vielfaches günstiger als beim lokalen Optiker. Soll heissen: Feldversuch Online-Brille wird gestartet.

Im ersten Schritt kann man sich bei Mister Spex bis zu 4 Modelle aussuchen und kostenlos nach Hause schicken lassen. Das ist sinnvoll, der Online-Konfigurator ist zwar für die Initiale Entscheidung Yay, or Nay hilfreich, aber nur aufgrund eines AR-Bildes von mir und der Brille der Wahl würde ich keine Kaufentscheidung treffen wollen. Die Brillen können bis zu 10 Tage zu Hause probiert und getragen werden. Sie kommen mit Dummy-Gläsern was bedeutet, dass das Gewicht in etwa dem entspricht was die Brille auch später wiegen wird.
Im Paket ist zudem ein Gutschein für einen Sehtest bei einem der Partner-Optiker von Mister Spex enthalten.
In meinem Fall war das passende Modell gleich bei der ersten Lieferung dabei. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass man die ersten 4 Brillen wieder zurücksendet und sich nochmals 4 weitere schicken lässt. Nach diesem Vorgang werden alle Brillen wieder zurück geschickt und man vermerkt auf einem beiliegenden Zettel die getroffene Entscheidung.

Auf zum Optiker

Als nächstes muss ein Termin zum Sehtest gemacht werden, auch hier entstehen einem keine weiteren Kosten. Der Partner Optiker war von meinem Standort aus keine 2km entfernt und somit gut Fußläufig erreichbar. Zuerst hatte ich ja Zweifel wie der Optiker reagieren würde, ich meine er verkauft selbst Brillen und ich gehe zu Ihm um mich „nur“ vermessen zu lassen um dann eine Brille bei der Konkurrenz zu kaufen.
Meine Zweifel wurden jedoch schnell in den Wind geschlagen, die Optiker war sehr freundlich und zuvorkommend. Er hat mich auch bei der Auswahl der passenden Gläser hervorragend beraten und niemals das Gefühl aufkommen lassen, dass ich Kunde 2ter Klasse sein. Chapeau!
Das führte dazu, dass mein ursprünglicher Plan 99,- Euro extra für Premiumgläser auszugeben verworfen wurde und ich stattdessen die normale Glasversion, aber inkl. „Lotus Effekt“ gewählt habe.

Die vom Optiker ermittelten Daten trägt man Online in sein Kundenkonto ein.
Hier lief das einzige mal etwas nicht so rund wie sonst. Obwohl die Daten in meinem Kundenkonto sichtbar waren, wurden sie nicht für meine aktuelle Bestellung übernommen. Ein kurzer Email ping pong mit dem Support hat dieses Problem jedoch schnell aus der Welt geschafft und nach 7 Werktagen lag meine neue Brille in der Post.
Mit dabei: Ein Gutschein zum individuellen Anpassen der Brille, wieder bei einem Partner Optiker.

Fazit

Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt in jedem Fall. Auch die vielen Probleme von denen man in Bezug auf Mister Spex im Internet so liest kann ich nicht nachvollziehen. Zugegeben, es war jetzt auch erst eine Bestellung, diese wird aber nicht die letzte bleiben, soviel ist sicher.

Auch möchte ich noch erwähnen, dass ich Kurzsichtig bin und keine weiteren Probleme mit meinen Augen habe. Bei einer Gleitsichtbrille, oder einer Hornhautverkrümmung kann das ganze schon anderes aussehen.

Ich hab doch nichts zu verbergen

Doch, das hast Du! So oder so ähnlich haben bereits viele Diskussionen über die das Verhalten im Netz begonnen. Meist mit sehr ernüchterndem Ergebnis auf Seiten des Erklärbären.

Schluss damit!

Auf dem letzten Chaos Communication Congress (33C3) gab es zwei Talks die euch, als Erklärbären, viele Argumente für einen gewissenhaften Umgang mit den Daten im Netz an die Hand geben.

Spiegel Mining

David Kriesel erklärt hier sehr eindrucksvoll anhand von Artikeln, die er über die Dauer von 2,5 Jahren bei Spiegel Online kopiert, was man mit Metadaten alles machen kann.

Das fängt bei der Erkennung von Bot-Geschriebenen Texten an und hört auf damit welcher Redakteur zu welchem Team gehört und mit wem in Urlaub fährt. Prädikat: Sehenswert!

Build your own NSA

Svea Eckert und Andreas Dewes zeigen hier Beispielhaft wie viel der unbedarfte Nutzer über sich und sein verhalten im Netz preisgibt. Spoileralarm: auch vermeintliche Browser-Plugins schaden manchmal mehr als Sie nützen. Prädikat: Sehen und Verstehen!

In zwei Stunden bekommt Ihr hiermit viel Hintergrundwissen and die Hand um bei der nächsten Diskussion punkten zu können. viel Spaß dabei!

Goodbye Dropbox, hello nextCloud

nextCloud Logo

Zugegeben, eine Dienste-Minimierung ist das, was ich aktuell gemacht habe, nicht – aber ein dickes Haben auf dem Aluhutkonto ist es allemal. Dropbox ist bei mir Geschichte. Meine Daten liegen nun komplett in bei nextCloud, auf einem shared Hosting-Dienst.

nextCloud Logo
Quelle: https://nextcloud.com/press

Die Gründe dafür sind schnell erklärt. Allen voran steht für mich die Tatsache, dass Dropbox sich seit neuestem Root Rechte auf meinem Mac erschleichen möchte. Warum? Das kann selbst Dropbox nicht erklären, und da ich ebenfalls keine hinreichende Begründung parat habe, muss ich mit dem Schlimmsten rechnen. Immerhin ist Dropbox ein amerikanisches Unternehmen und verlangt für seinen Service kein Geld.

If you are not paying for the product…

Nennt mich paranoid, aber ich kann es wirklich nicht leiden wenn eine Software mit Root-Rechten auf meinem Rechner läuft, und ich nicht den leisesten Schimmer habe, warum und wieso. Daher habe ich mich auf die Suche nach Alternativen gemacht und wurde schnell fündig.

nextCloud ist bei mir schon lange als Cal- und CardDav Server im Einsatz. Warum also nicht gleich die Daten von Dropbox dorthin auslagern? Eben!

Die meisten Apps, die bisher alles in der Dropbox gespeichert haben, lassen sich so umbiegen, dass Sie ihre Einstellungen und Backups in die nextCloud speichern. Da mein Account bei Dropbox auch weiterhin bestehen bleibt, habe ich auch weiterhin die Möglichkeit die wenigen Apps, die das nicht können, dort speichern zu lassen. Allerdings ist und bleibt der Dropbox-Client auf meinem Rechner deinstalliert und wird dies wohl auch für immer bleiben.

Warum nextCloud? Gut, dass ihr fragt! On the fly-Verschlüsselung, 2-Faktor Authentifizierung und ein iOS Client, der alles abdeckt, was ich im täglichen Gebrauch benötige, sind einige wenige Gründe, die dafür sprechen. Obendrein lassen sich Dateien genauso unproblematisch wie bei Dropbox mit anderen teilen, es gibt einen SFTP Zugang und last but not least ist man vollends Herr seiner Daten.

Ich kann nur jedem wärmsten empfehlen, sich nextCloud einmal in Ruhe anzuschauen, die Software macht derzeit gewaltige Fortschritt und hat im Gegensatz zu ownCloud einiges dazugelernt und macht vieles davon richtig.

Flossing, ein Selbsttest

Das Thema Faszientherapie ist ja mittlerweile in aller Munde und so ziemlich jeder Sportler, den ich kenne, hat eine Blackroll zu Hause stehen.
Der neuste Trend zu dem Thema heißt Flossing, und genau das habe ich mir mal genauer angeschaut.

Flossing Bänder in Blau und Schwarz
Die verschiedenen Farben haben unterschiedliche Stärken.

Mehr Beweglichkeit durch Abbinden

In der Physiopraxis 03/15 fand sich der Artikel “Schmerzfrei und beweglich durch Abbinden” zu Thema Flossing. Hier wird im Grunde sehr prägnant das beschrieben, wofür Flossing steht. Durch das Abbinden und mobilisieren mithilfe von Gummibändern werden betroffene Muskel, Gelenke oder Faszien wieder beweglich gemacht und – falls vorhanden – Schmerzen gelindert. Klingt verlockend, oder nicht?
Im Artikel werden noch mehr positive Effekte von Flossing beschrieben, da wären noch: beschleunigte Regeneration und kürzere Rehabilitation.
Erfunden wurde das Flossing übrigens von einem US-Amerikaner namens Kelly Starrett. Damals noch unter dem Begriff “Voodoo Flossing” hat der Sportwissenschaftler und Physiotherapeut in Verbindung mit manualtherapeutischer Behandlung ein Konzept entwickelt, das sich Mechanismen im Körper zunutze macht, die seine Wirksamkeit erklären.

Die Wirkmechanismen beim Flossing

  • SchwammeffektHier kommt der gleiche Effekt wie bei der Blackroll zum Tragen. Durch ein schwammartiges “Auspressen” der betroffenen Muskel kommt wieder frisches Wasser ins Gewebe, so dass dieses wieder besser arbeiten kann.
  • Subkutane IrritationDDurch die Überreizung mechanischer Rezeptoren wie zum Beispiel den Propriozeptoren sollen Verklebungen der Faszien und daraus resultierende Schonhaltungen aufgelöst werden. Im besten Falle wird diese neue Haltung auch gleich als “die bessere” Haltung im Gehirn abgespeichert.
  • Kinetic ResolveAuch hier geht es an Bindegewebe. Durch das Auflösen von Faszialen-Crosslinks wird die maximale Dehnfähigkeit des Bindegewebes und die allgemeine Beweglichkeit verbessert.

Der Praxistest

Nicht alles was sich in der Theorie gut anhört, muss auch in der Praxis gut sein. Daher ließ ich es auf einen Praxistest über eine Laufzeit von zwei Wochen angekommen. In dieser Zeit habe ich mir, mit Ausnahme von zwei Tagen, die Beine “abgebunden”. Angeleitet durch meine Frau – die ausgebildete Physiotherapeutin ist – habe ich mich genau an die Instruktionen gehalten, die auch im Buch zu finden sind.

Flossing der Archillessehne
Sieht exact so schmerzhaft aus wie es ist. (Quelle: http://www.medical-flossing.de)

Das Ergebnis war für mich ernüchternd. Außer, teilweise recht heftigen, Schmerzen habe ich wenig Verbesserung von irgendwas verspürt. Sicherlich war nach dem Lockern der Bänder eine verstärkte Durchblutung zu spüren. Aber für diesen Effekt brauche ich kein Flossing.
Auch in Sachen Beweglichkeit und verbesserter Muskeltonus wurde ich enttäuscht.
Wenn Ihr mich fragt, kann man sich das Geld für das Band/Buch sparen und lieber, falls noch nicht vorhanden, in eine Blackroll investieren. Die ist wirkungsvoller und wesentlich gefahrloser (Stichwort: Durchblutungsstörung) anzuwenden als das Flossing Band.
Mich würde interessieren, ob Ihr bereits Erfahrungen mit dem Thema Flossing gemacht habt und wenn ja, welcher Art?

  • Noch ein Artikel der sich mit dem Thema befasst und es etwas drastischer ausdrückt findet Ihr hier 1.
  1. http://dumbrunner.com/training-news/2016/8/3/flossing-is-bullshitand-while-were-at-it-so-is-stretching

Schlank und Schnell: Vivaldi

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich meinem damaligen Lieblingsbrowser Opera den Rücken gekehrt und zu Chromium gewechselt bin. Mittlerweile tut sich aber wieder was am Browsermarkt, und ich habe einen neuen Liebling entdeckt: Vivaldi.

Viele Vorteile

Leichtgewichtig und Schnelligkeit sind eigentlich die Hauptkriterien, die ich an einen Browser stelle, zudem sollte der Datenschutz nicht zu kurz kommen (weshalb ich Kandidaten wie Chrome ausschließe) und obendrein sollte der Browser auch noch an meine Bedürfnisse anzupassen sein.

All das schafft Vivaldi mit einer Leichtigkeit, die ich damals beim ‘alten’ Opera schon bewundert habe.

Hier nur ein paar der Vorteile, die ich an Vivaldi schätze:

  • Tab-Stacking:Die Möglichkeit verschiedene Tabs, zum Beispiel thematisch zusammenzufassen als einen einzigen Tab.

    Mehrere Tabs als einen zusammengefasst
    Seiten Thematisch als einen Tab abbilden, mit Vivaldi geht´s!
  • Sessions:Geht in die gleiche Richtung wie das Tab-Stacking. Es ist hiermit möglich, komplette Browsersessions zu speichern und bei Bedarf wieder aufzurufen. Nützlich bei verschiedenen Kontexten wie zum Beispiel Arbeit / Privat oder bei der Themensammlung für ein bestimmtes Projekt.
  • Web-Panels:Ein äußerst nützliches Feature versteckt sich in der Sidebar, hier ist es nämlich möglich, eine komplette Website anzeigen zu lassen, die sich ständig selbst aktualisiert. So kann man zum Beispiel während des Surfen den Twitter-Stream im Auge behalten. Oder man schaut sich sich eine Liveveranstaltung nebst dem dazugehörigen Stream, an um ja keine Information zu verpassen.

    Web Panel in der Praxis
    Im Panel läuft Twitter nebenher.
  • Mehrere Seiten in einem Browserfenster:Beim Vergleichen von Produkten nutze ich dieses Feature sehr häufig. Es können zwei oder mehr Seiten parallel in einem Browserfenster angezeigt werden. Somit entfällt das lästige hin und herspringen in Tabs, oder Fenstern.

    Zwei Seiten gleichzeitig in einem Browserfenster
    Mit Vivaldi können 2, oder mehr Seiten gleichzeitig in einem Fenster angezeigt werden.
  • Notizen:Gerade beim Recherchieren für einen Artikel oder beim Sammeln von Informationen mache ich mir sehr gerne Notizen. Diese kann ich mit Vivaldi direkt in der Sidebar speichern und mit einer URL hinterlege, so bleiben die Infos und die entsprechenden Seiten immer beisammen.
  • Quick Commands:Drückt man ‘Command + E’ unter OS X, oder ‘F2’ unter Windows erhält man ein Quick-Command Fenster. Hier sind verschiedene Optionen möglich, vom Ansteuern eines speziellen Tabs zum Setzen von bestimmten Einstellungen geht eigentlich alles.

    Quick Command Fenster
    Das Qucik-Command Fenster in Vivaldi

Generell ist der gesamte Browser extrem auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Das fängt bei den Farben an (keine speziellen Themes notwendig !) und hört bei den Extensions auf. Hier ist Vivaldi kompatibel zu den gängigsten Chromes Extensions.

Selbst die gängigsten Tools für Webentwickler laufen ohne Probleme, also gibt es eigentlich nichts, was ich im Moment vermisse.

Wem also Firefox zu langsam, Chrome zu datenhungrig und Opera zu langweilig geworden ist, sollte sich definitiv Vivaldi einmal ansehen, es lohnt sich!

Let´s Encrypt bei All-Inkl.com

Let´s Encrypt Logo

Es ist noch gar nicht lange her, dass ich den Blog auf SSL umgestellt habe. Jetzt steht aber schon das nächste Update ins Haus den All-Inkl.com, der Hoster meines Vertrauens, unterstützt jetzt auch Zertifikate von Let`s Encrypt.

Die Einrichtung dafür ist sehr Einfach gelöst. Im KAS der jeweiligen Hauptdomain auf SSL-Schutz klicken und anschließend auf den Reiter Let`s Encrypt. Hier den Hinweis durchlesen (Es ist noch in einer Beta!), den Haken setzen und auf Übernehmen klicken. Das war´s!
Das Ganze müsst Ihr auch bei den jeweiligen Subdomains “von Hand“ nachholen, automatisch passiert dies leider nicht (Danke Florian für den Tipp!).

Sicherlich kann lässt sich vortrefflich darüber streiten das auf diese Art und Weise die Integrität der Zertifikate nicht sichergestellt werden kann. Aber ehrlich, wer kann das bei Diensten wie StartSSL und Co nachweisen? Niemand. Daher bin ich so frei und nehme den Service so wie er ist dankend in Anspruch.

Jetzt gibt es SSL von Let`s Encrypt
Jetzt gibt es SSL von Let`s Encrypt

Neue Hardware: QNAP TS-251

Nachdem meine, mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen, QNAP TS-210 den Geist aufgegeben hat, wurde es Zeit für was neues. Zuerst hatte ich daran gedacht, das Lager zu wechseln und mir eine Synology DiscStation (216) zuzulegen. Warum es trotzdem wieder QNAP geworden? Lest selbst.

Einsatzzweck des NAS bei mir sind: Virtualisierung (VM und Container), Backup zweier Rechner (TimeMachine), Datensilo für meine Archive und Speicherplatz für diverse Videos. Die Entscheidung für ein 2-Bay Gerät viel zugunsten der geringeren Leistungsaufnahme und der fehlenden Notwendigkeit für mehr Speicherplatz ;)

Hardware

Ich gehe hier nur auf die Punkte ein, die für meine Entscheidung wichtig waren. Es gibt da durchaus auch andere Präferenzen!

QNAP setzt auf einen Intel Celeron mit 2,41GHz, während Synology einen Marvell Chip mit 1,3GHz verbaut. Letzterer ist zwar etwas stromsparender (15.48W vs. 19.22W) aber auch nicht so leistungsfähig.
Um Virtuelle Maschinen und Container auf dem NAS laufen zu lassen, benötigt man vor allem eines: Viel RAM. Hier hat QNAP einen entscheidenden Vorteil, es wird mit 1GB ausgeliefert1, aber der RAM lässt sich erweitern. Ich habe meiner gleich 8GB spendiert und bin sehr zufrieden damit. Zum Vergleich, die DS-216 kommt mit 512MB RAM, welcher nicht erweiterbar ist.
Ein weiterer Pluspunkt für das QNAP: Port-Trunking 2x1GB Ethernet sind zwar nicht doppelt so schnell, aber dennoch deutlich leistungsfähiger als nur ein Port wie bei der Synology.
HotSwap ist ein Feature in der Kategorie nice to have. Dieses sucht man bei der Synology vergebens.
Warum man der Synology keinen Front USB 3.0 spendiert hat, bleibt mir auch ein Rätsel. Bei mir stehen die Geräte im Serverschrank und da möchte ich ungern hinten rumfummeln müssen, um schnell Daten auf das Gerät zu bekommen.

Software

Lange Zeit war der DiscStation Manager von Synology dem QTS vom QNAP deutlich überlegen, dies war für mich tatsächlich lange der Grund, warum ich neidisch zu Synology rübergeschielt habe. Aber, es hat sich viel getan, und die QTS Version 4.2 verspricht einiges.
Container und Virtuelle Maschinen kann man sehr bequem in einer jeweiligen App Starten. Somit laufen diese getrennt vom Systemprozess und können im Bedarfsfall einfach abgeschaltet werden. Zudem wurde meiner Meinung nach der DLNA Service massiv verbessert. Streaming von Filmen auf den heimischen Fernseher ist mit der TS-251 kein Problem mehr.
Ein weiterer Punkt: Die Sicherheit. Hardwareverschlüsselung bieten beide Geräte, aber bei QNAP findet man zusätzlich 2-Faktor Authentifizierung und die Möglichkeit einen VPN-Server mit L2TP/IPsec zu erstellen. Somit sollte auch die Verbindung von draußen einigermaßen abgesichert sein. Dafür habe ich im Moment noch keinen Anwendungsfall, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Soviel zu meiner Entscheidung. Welches NAS habt Ihr den im Einsatz und wofür nutzt Ihr es?


  1. Es gibt auch Gerät mit mehr RAM zu Kaufen, hier lohnt jedoch ein Preisvergleich. Meist ist ein Aufrüsten “von Hand“ deutlich billiger. 

Goodbye GMail!

Eigentlich bietet Gmail alles, was das Herz begehrt. Große Dateianhänge? Kein Problem! Sicherer Zugriff von überall? Klar doch! Nahezu unbegrenzter Speicherplatz? Auch das!
Warum ich trotzdem dem Dienst den Rücken kehre und was es stattdessen für Möglichkeiten gibt, erkläre ich hier.

Was spricht dagegen

Machen wir uns nichts vor, Google (aka als Alphabet) lebt von Werbeeinnahmen. Dies macht natürlich nicht vor Ihrem kostenlos angebotenen Emaildienst halt1. Das diese kontextbezogene Werbung nur maschinell auswertet, ist auf der einen Seite zwar löblich, aber auf der anderen Seite auch bedenklich. Wer weiß schon genau, was noch an Metadaten aus den Mails gewonnen wird? Nicht nur das, wer kann noch auf diese Daten zugreifen?
Alles Fragen, auf die ich keine Antwort mit Gewissheit habe und je bekommen werde.

Darüber hinaus sollte jedem klar sein, Google könnte den Dienst, wie auch schon viele andere zuvor, einfach schließen. Und dann? Alle Mails futsch… Zugegeben, ein Recht hypothetisches Ereignis, aber keineswegs unmöglich.
Ähnlich sieht es aus wenn der Zugriff auf Gmail mal nicht funktioniert, sei es weil Ihr etwas verbockt habt, oder weil der Dienst nicht zu erreichen ist. Habt Ihr schon mal versucht bei Google jemand persönlich zu erreichen? Ein denkbar schwieriges Unterfangen. Worst case kommt Ihr überhaupt nicht mehr an eure Mails und könnt nichts dagegen tun!

Beachten solltet Ihr auch die Tatsache, dass eure Mailpartner, ob sie wollen oder nicht, ebenfalls von Gmail indexiert und erfasst werden. Peter Eckersley von der EFF meint dazu:

If all of your friends use Gmail, Google has your email anyway. Any time I email somebody who uses Gmail — and anytime they email me — Google has that email2.

Das mag auf den ersten Blick nicht relevant sein. Aber, mit Sicht auf die Möglichkeiten, die aus einer Auswertung der Daten resultieren, wird mir anders.

Und was sonst?

Alternative Webmailer

Hier muss man unterscheiden, bei Anbieter wie Web.de, GMX.de, Outlook und Co würde man sprichwörtlich den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Da steckt ein ähnliches Geschäftsmodell hinter wie bei Gmail, wenn auch die Reichweite bei weitem nicht an die von Google herankommt.

Anders sieht die Sache bei Anbietern wie Posteo oder ProtonMail aus. Diese Anbieter kann man durchweg als vertrauenswürdig einstufen.
Posteo betreibt seine Server nur in Deutschland und ist sehr transparent gegenüber seinen Kunden3. Posteo kostet auch nur einen kleinen Euro pro Monat. Einziger Haken: Es sind keine eigenen Domainnamen möglich. Eure Mailadresse endet immer mit @posteo.de
Bei ProtonMail handelt es sich um einen Service aus der Schweiz, dieser hat das zusätzliche Feature das Emails innerhalb des Dienstes Ende-zu-Ende verschlüsselt werden. Das heißt, nicht mal der Admin des Server könnte eure Emails lesen. Unklar ist allerdings noch das Geschäftsmodell, da der Dienst noch nicht lange aus seiner Beta-Phase heraus ist. Im Moment sieht es danach aus, dass sie wohl auch einen Obolus verlangen werden.

Es gibt am Markt auch noch Mail.de als Anbieter. Hier kann ich aber nichts zu sagen. Ich kenne keinen der diesen Dienst nutzt.

Shared Hosting

Viele Hosting Provider bieten die Möglichkeit zur passenden Domain auch gleich die entsprechenden Mailadresse zu registrieren und zu verwalten. Hier ist ganz klar der Vorteil: die erstellten Mailadressen gehören ganz klar zu eurer Domain. Zu den Nachteilen gehört definitiv, dass ein Wechsel des Anbieters durchaus problematisch werden kann, wenn auch gleich alle Emails und Adressen mit umgezogen werden müssen.
Auch sollte man den Anbieter seiner Wahl genau unter die Lupe nehmen. Die Server sollten zumindest in der EU stehen und zudem sollte eine hohe Verfügbarkeit garantiert werden. Ich selbst bin seit Jahren Kunde bei all-inkl und dort vollkommen zufrieden.

Mailadressen vom ISP

Von einer Mailadresse beim Anbieter seines Internetanschlusses kann ich nur abraten! Wird der Anschluss gekündigt, sind auch die Mails weg.

Eigener Mailserver

Eine Lösung für die Nerds unter euch. In der Vergangenheit hatte ich so was mal im Einsatz, aber ehrlich? Der Aufwand und die Zeit, die Ihr investieren müsst, bis das ganze mal läuft, ist enorm. Danach hat man das Thema Email zwar verstanden, ist aber auch darauf angewiesen, dass die eigene Infrastruktur permanent läuft und erreichbar ist. Obendrein ist diese Lösung auch recht kostspielig. Irgendwo muss ein Server im Internet platziert werden und das ist in der Regel nicht günstig.

Fazit

Für meinen Teil bin ich mit der Shared Hosting Lösung bei all-inkl sehr zufrieden. Sicherlich hat hier auch der Anbieter die Möglichkeit auf die Email zuzugreifen, aber es besteht hierfür in der Regel kein Interesse, oder gar eine Notwendigkeit. Die zweite Alternative: eine Hauptadresse bei einem der beiden Web Mailer. Der eigene Mailserver bleibt der nerdigen Aluhut-Fraktion überlassen. Es ist, wie schon geschrieben, eine geniale Erfahrung, aber meine gesamte Korrespondenz möchte ich durch eine unachtsame Konfiguration oder ein fehlerhaftes Update nicht verlieren.

Weiterführende Links

  • Unsicherheitsblog4
  • Google has most of my email, because it has all of yours5
  • How and why to quit Gmail6

Frohes Fest!

Weihnachtszeit. Zeit zur Entschleunigung, Zeit zur Besinnung, Zeit für Familie und Zeit Danke zu sagen. Genau diese Zeit wünsche ich Euch allen. Geniesst Sie.

Danke

Chapeau an alle da draussen die die Welt zusammenhalten. Die Postboten die noch in letzter Sekunde Geschenke ausliefern, die Jungs und Mädels die dafür sorgen, dass Ihr auch über die Feiertage Internet und Fernsehen könnt, die Ärzte und Schwestern in den Krankenhäusern dieser Welt, die Feuerwehr und Polizei und alle die, die irgendwo Dienst machen und die ich hier vergessen habe. Danke!

Weihnachten
Quelle: allwallpapersfree.org

 

In diesem Sinne, ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!